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31.10.2015

03:16 Uhr

Drogen und Kinderpornos

Mehrere Uno-Mitarbeiter gefeuert

Sie sind angetreten, um die Welt ein Stück besser zu machen. Aber auch Welthelfer können straucheln und schwere Fehler begehen, wie der jährliche Bericht der Vereinten Nationen zeigt.

iDie Flagge der Vereinten Nationen vor der Hauptverwaltung in New York:Knderpornos und Drogen - Jahresbericht listet die Verfehlungen und Bestrafungen einzelner auf. Reuters

Schwarze Schafe gibt es überall

iDie Flagge der Vereinten Nationen vor der Hauptverwaltung in New York:Knderpornos und Drogen - Jahresbericht listet die Verfehlungen und Bestrafungen einzelner auf.

New YorkVier Stabsmitarbeiter der Vereinten Nationen sind wegen des Verschickens und Abspeicherns von Kinderpornos entlassen worden. Einer transportierte rund 173 Kilogramm Marihuana und musste gehen. Diese Fälle machten die Uno bekannt.

In dem Report werden Disziplinarmaßnahmen und Fälle kriminellen Verhaltens bei den Vereinten Nationen in den zwölf Monaten bis zum Juni 2015 aufgelistet. Weltweit haben die Uno rund 40.000 Mitarbeiter. Namen und Positionen der Angestellten wurden nicht veröffentlicht, auch beinhaltete der Bericht nicht die mehr als 100.000 Blauhelmsoldaten, die unter die Rechtsprechung ihrer Heimatländer fallen.

Die in dem Bericht beschriebenen Fälle reichen von der Degradierung eines hochrangigen Stabsmitarbeiters wegen der Belästigung einer untergeordneten Person bis zur Entlassung eines Angestellten, der bei dem Versuch erwischt wurde, Geld aus dem Portemonnaie eines Kollegen zu stehlen. Der Vertrag eines Flughafensicherheitsmitarbeiters wurde gekündigt, weil dieser 2200 Dollar (rund 2000 Euro) aus dem Gepäck eines Passagiers gestohlen hat, der mit einem Uno-Flugzeug unterwegs gewesen war.

Details zu den Kinderpornografie-Fällen wurden in dem Bericht nicht genannt. Ein fünfter Mitarbeiter wurde degradiert, weil er Pornos auf einem Computer abgespeichert und nicht gemeldet hatte, dass ihm diese ein anderer Uno-Angestellter von seiner dienstlichen E-Mail-Adresse geschickt hatte.

Von

ap

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