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20.08.2015

17:25 Uhr

Drohnen in den USA

Gefährliches Spielzeug

VonAxel Postinett

Sie behindern Feuerwehreinsätze, machen Jagd auf unbekleidete Sonnenbadende, kreuzen Landebahnen von Passagierjets: Private Drohnen sind in den USA außer Rand und Band. Und das ist nur der Anfang.

Eine Kameradrohne fliegt am 06.02.2014 in Hamburg an einem Elbdeich über die angrenzende Straße. dpa

Drohnen außer Kontrolle

Eine Kameradrohne fliegt am 06.02.2014 in Hamburg an einem Elbdeich über die angrenzende Straße.

San FranciscoDas Video ist nur 14 Sekunden lang. Aber es versetzt Amerika in Angst und Schrecken: Bewegungslos schwebt die Drohne über dem bewaldeten Boden, plötzlich wird das laute Surren der Propeller durch den trockenen Knall eines Pistolenschusses übertönt. Der Rückschlag versetzt das Fluggerät leicht nach hinten. Der Pilot stabilisiert die Lage. Der nächste Schuss der aufmontierten halbautomatischen Waffe zerreißt die Luft. Dann noch einer und noch einer.

Ein 18-Jähriger aus Connecticut hat die ferngesteuerte Tötungsmaschine aus Spaß hergestellt, nur um zu zeigen, dass es geht. Er studiert Maschinenbau. Die eingeleiteten Ermittlungen der Polizei zeigten schnell: Das Fluggerät ist nicht einmal strafbar.

Es gibt keine Gesetze gegen schwerbewaffnete unbemannte Flugobjekte, erklärte ein örtlicher Polizist gegenüber dem Nachrichtensender CBS. Das sei „eine Nutzung der Technologie, die durch die heutige Gesetzgebung durchrutscht.“ Außerdem hätten die Schießübungen auf Privatgelände stattgefunden.

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Doch die Angst geht um. Solche Drohnen könnten die neuen Lieblingswaffen von Attentätern werden. Dann müssten sie nicht mehr persönlich auf Schulhöfen oder einem Universitäts-Campus auftauchen, um ein Blutbad anzurichten. Die Chance erwischt zu werden ist nicht sehr hoch. Drohnen müssen nicht registriert werden und der Pilot ist nur schwer zu lokalisieren.

Mike Bouchard, ein pensionierter Beamter der zuständigen Bundesbehörde für Alkohol, Tabak und Schusswaffen erklärte gegenüber CBS, das Video „ängstige ihn.“ Er erinnerte an die Fahndung nach den Highway-Schützen von 2002, die rund um Washington zehn Menschen in ihren Autos erschossen. Mit solchen Hilfsmitteln wären Täter noch schwerer zu identifizieren. Waffen-Drohnen könnten zu einer Art „Videospiel für Verrückte“ werden.

Die Warnungen von Polizei und Ermittlungsbehörden werden immer lauter. Drohnen werfen Drogen und Waffen über Gefängnishöfen ab. Im Januar musste eine Flugmaschine nahe der US-Grenze in Mexiko notlanden. Die Drogenhändler hatten mit 6,6 kg „Stoff“ einfach zu viel Ladung aufgepackt. Die Polizei im mexikanischen Tijuana meldete, das Fluggerät sei ein Prototyp gewesen. Es werde mit GPS-Koordinaten gefüttert, die dann automatisch angeflogen werden.

Kommentare (4)

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Herr Peter Spiegel

20.08.2015, 19:01 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Herr wulff baer

21.08.2015, 08:34 Uhr

Ich verstehe die Aufregung nicht.
Sowas, etwas größer, gibts doch in den USA schon lange.
Es fliegt weltweit herum und hat auf Anordnung des Afroamerikanischen "Friedens"-Nobelpreisträgers O. schon Tausende ohne Gerichtsverfahren gekillt.
Wer will denn dann im Land der Revolverrhelden einem Bürger seinen harmlosen Spass vermiesen?

Herr Thomas Ebert

21.08.2015, 09:38 Uhr

Der Friedensnobelpreisträger hat Angst das er im asymmetrischen Krieg selbst zum Drohnenopfer werden kann. Maschinenbaustudenten haben Al-quaida und Co. doch genug um eigene Drohnen herzustellen.

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