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20.12.2014

08:43 Uhr

Drohungen gegen Sony

FBI beschuldigt Nordkorea des Hackerangriffs

Die USA machen Nordkorea direkt für die Cyber-Attacke auf Sony verantwortlich. Präsident Barack Obama kündigt Bestrafung für das Land an. In den USA sorgt der Rückzug der Satire „The Interview“ weiter für Wirbel.

Hintergrund der Attacke war die geplante Veröffentlichung der Komödie „The Interview“, in der es um ein Attentat auf den nordkoreanischen Staatschef Kim Jong Un geht. ap

Hintergrund der Attacke war die geplante Veröffentlichung der Komödie „The Interview“, in der es um ein Attentat auf den nordkoreanischen Staatschef Kim Jong Un geht.

Washington/ New YorkDas FBI hat Nordkorea erstmals direkt für den Hackerangriff auf Sony Pictures verantwortlich gemacht. Es gebe genügend Informationen, die diesen Rückschluss erlaubten, teilte die US-Bundespolizei am Freitag in Washington mit.

Bei der technische Analyse der verwendeten Angriffssoftware hätten Verbindungen zu anderen Schadprogrammen herausgestellt, die nach FBI-Erkenntnissen kürzlich in Nordkorea entwickelt worden seien. Bei der Cyberattacke waren im November flächendeckend die Computersysteme von Sony Pictures angegriffen und zahlreiche Daten gestohlen worden.

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Selbst James Bond war nicht sicher: Hacker konnten bei Sony große Mengen wertvoller Daten stehlen, darunter das Skript zum neuen 007-Film. Der Cyberangriff ist kein Einzelfall – wie Firmen sich schützen können.

Die Bundespolizei habe auch eine deutliche Überschneidung der bei dieser Attacke verwendeten Infrastruktur und anderer „bösartigen Cyber-Aktivitäten“ Nordkoreas entdeckt. Es gebe zudem Ähnlichkeiten mit einem von Nordkorea im März vergangenen Jahres ausgeführten Cyberangriff gegen südkoreanische Banken und Medien.

„Wir sind zutiefst besorgt über die destruktive Natur dieser Attacke auf eine Einrichtung im privaten Sektor“, erklärte das FBI. Die mit dem Angriff verbundene Erpressung mache diesen Schritt Nordkoreas besonders unakzeptabel.

In seiner letzten Pressekonferenz vor dem Weihnachtsurlaub sagte Präsident Barack Obama am Freitag, das Land werde Nordkorea angemessen bestrafen. Welche Optionen dafür erwogen werden, sagte er nicht. Der Cyberangriff habe „eine Menge Schaden“ angerichtet, betonte Obama weiter. Seine Regierung werde auf den Cyberangriff Nordkoreas „proportional“ reagieren „an einem Ort, zu einer Zeit und in einer Art, die wir bestimmen“.

Sony Pictures hatte am Donnerstag unter dem Druck der Hacker den Kinostart der Nordkorea-Satire „The Interview“ abgesagt. In dem Film bekommen zwei US-Journalisten (Seth Rogen und James Franco) den Auftrag, Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un bei einem Interview zu töten.

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Experten befürchten, dass der Hackerangriff erst der Anfang sein könnte. „Cyberspionage findet in einem Maße statt, das wir zuvor noch nicht gesehen haben“, sagte Denise Zheng, Direktorin am Center für strategische und internationale Studien dem US-Sender CNN. Allein im vergangenen Jahr habe es einem Report der Obama-Regierung zufolge 61.000 Attacken und Sicherheitsverletzungen gegen Einrichtungen der US-Regierung gegeben.

Kommentare (2)

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Herr Paul Mueller

19.12.2014, 19:06 Uhr

Die USA hatten auch unterstellt, BUK 312 sei unter russischer bzw. Rebellen-Kontrolle und hätte MH17 abgeschossen. Mit der heutigen Meldung wissen wir: "...BUK 312 war 100 Prozent ukrainisch!..."

Die USA hatten auch unterstellt, Irak hätte Massenvernichtungswaffen. Heute wissen wir, dass das auch eine Lüge war.

Wieviele Lügen brauchen die Low-Performer in Berlin noch?

Herr Holger Klekar

19.12.2014, 19:20 Uhr

Vor vielen Jahren hatten sich Nord- und Südkorea angenähert.
Aber auf Befehl der USA wurde es beendet.

In Seoul - genauso, wie in der BRD sind u viele Besatzungs-Soldaten der USA.
Die Arroganz dieser Amis muß man sich anschauen und erleben, wenn man sie in den Restaurant oder Geschäften trifft.
Führen sich auf wie Herren-Menschen. Egal, ob schwarz oder weiss.
Texaner waren besonders eingebildet.
Eine Annährung ist von den USA nicht gewollt, sonst hätte man bereits Lösungen gefunden. Die Koreaner waren daran sehr interessiert.
Wollten über die Wiedervereinigung zwischen Ost- und Westdeutschland alles wissen und daraus lernen.

Man hätte bereits seit 20 Jahren diesen Weg gehen können.
Kleine Schritte, um wirtschaftlich gleich zu "ziehen" und dann auch das ganze Land wieder zu vereinen.

Nur das Krebsgeschwür USA will es nicht.

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