Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

30.04.2012

18:16 Uhr

Druck der Märkte

Spanien treibt Privatisierungen voran

Die Sorgen um die finanzielle Lage verschärfen sich. Das Haushaltsdefizit des Landes will die Regierung unter anderem auch durch Privatisierungen in den Griff bekommen. Ein Augenmerk liegt auf dem Transportwesen.

Ein Bahnsteig in Madrid. Die spanische Regierung will die Privatisierung von öffentlichen Transportdienstleistungen vorantreiben. dpa

Ein Bahnsteig in Madrid. Die spanische Regierung will die Privatisierung von öffentlichen Transportdienstleistungen vorantreiben.

Santiago de CompostelaUnter dem Druck unruhiger Finanzmärkte veräußert Spanien seinen Staatsbesitz. Am Freitag werde die Regierung die Privatisierung einiger Dienstleistungen im öffentlichen Transportsektor bekanntgeben, sagte Wirtschaftsminister Luis de Guindos am Montag in Santiago de Compostela. „Die Regierung hat einen klaren Fahrplan und der beinhaltet einen Privatisierungsplan für die öffentliche Infrastruktur.“

Zugleich erklärte der Minister, Spanien habe nicht vor, für den Bankensektor internationale Hilfen anzufordern. Das Land kämpft mit einer Rezession, einem ausufernden Staatsdefizit und Problemen im Finanzsektor. Die Rating-Agentur Standard & Poor's hatte jüngst die Kreditwürdigkeit Spanien herabgestuft und damit neue Sorgen geschürt, dass sich die Schuldenkrise ausweiten könnte.

Tiefe Rezession: Euro-Zone stellt sich auf Hilfsaktion für Spanien ein

Tiefe Rezession

Euro-Zone stellt sich auf Hilfsaktion für Spanien ein

Eine Rettungsaktion der Euro-Zone für Spaniens Banken scheint immer näher zu rücken: Das Land leidet unter den Spätfolgen der Immobilienkrise und hoher Arbeitslosigkeit. In den EU-Institutionen wächst die Nervosität.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble erklärte bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit De Guindos, die jüngsten Debatten, wie das Wachstum stimuliert werden könne, dürften nicht als Abkehr vom Sparkurs verstanden werden. Der Fokus müsse weiter auf einer Konsolidierung der Haushalte liegen. Spanien sei hier auf dem richtigen Weg.

Wachstumspakt: Merkels Placebo für die Euro-Partner

Wachstumspakt

Merkels Placebo für die Euro-Partner

Bislang hat Bundeskanzlerin Merkel in Europa den Ruf der Sparkommissarin. Nun nimmt sie auf einmal das Wort Wachstum in den Mund. Dahinter steht kein plötzlicher Sinneswandel, sondern vor allem Symbolpolitik.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte eine stärkere Rolle der Europäischen Investitionsbank ins Spiel gebracht. Die Forderung nach einer stärkeren Fokussierung auf das Wachstum der europäischen Volkswirtschaften, die vielfach auch wegen staatlicher Ausgabenkürzungen nicht aus der Rezession kommen, hatte zuletzt Auftrieb erhalten. So hat sich auch EZB-Präsident Mario Draghi für einen Wachstumspakt ausgesprochen.

Gastkommentar: Mehr Wachstum - ohne Schulden

Gastkommentar

Mehr Wachstum - ohne Schulden

Ist mehr Wachstum in der Euro-Zone erreichbar, ohne die fiskalpolitische Disziplin aufzugeben? Ja, sagt Ökonom Clemens Fuest. Aber die Staatshaushalte müssen bei Subventionen kürzen und mehr investieren.

Von

rtr

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

whisky

30.04.2012, 18:29 Uhr

Es schwirrt halt massenhaft Vermögen auf der Welt herum und will irgendwie angelegt sein.
Also muß man die Politiker dazu bringen, das Vermögen der Bevölkerung zu verschleudern.
Und gegen kleine Gefälligkeiten - Jobs nach Karriereende - machen die da gerne mit.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×