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16.05.2011

11:36 Uhr

„DSK out“

Frankreichs Presse lässt Strauss-Kahn fallen

VonHolger Alich

Die Festnahme des IWF-Chefs erschüttert Frankreich. Für die Zeitungen der "Grande Nation" ist klar: Die Affäre macht mit einem Schlag Dominique Strauss-Kahns Präsidentschafts-Ambitionen zunichte.

Überragendes Thema in französischen Zeitungen: Die Strauss-Kahn-Festnahme. Quelle: dpa

Überragendes Thema in französischen Zeitungen: Die Strauss-Kahn-Festnahme.

ParisFranzösische Zeitungen sehen die Möglichkeiten für Dominique Strauss-Kahn, sich um das Amt des Staatspräsidenten zu bewerben, nach dessen Festnahme in New York am Nullpunkt. "DSK out" titelt selbst die linke "Libération" auf ihrer Titelseite. "DSK, das unvorstellbare Szenario" lautet die Schlagzeile der Wirtschaftszeitung "Les Echos". Das Populär-Blatt "Le Parisien" sieht in seiner Verhaftung "den Abpfiff".

"Dominique Strauss-Kahn wird nicht der nächste Präsident werden", urteilt kategorisch der "Figaro" in seinem Leitartikel. Es sei zwar richtig, die Unschuldsvermutung gelten zu lassen, aber der politische Betrieb funktioniere nun einmal nach anderen Kategorien. "Wenn Dominique Strauss-Kahn unschuldig ist, ist dies alles sehr, sehr ungerecht, aber leider sind für ihn die Dinge nicht wieder einzuholen."

"Libération" bedauert in ihrem Leitartikel, dass für die oppositionellen Sozialisten mit der Verhaftung "eine vielversprechende Dynamik zusammen bricht, bevor der Wahlkampf richtig begonnen hat." Das Blatt kann der Affäre aber sogar noch etwas Positives abgewinnen: "Stellen wir uns einen Augenblick den Ausbruch solch einer Affäre drei drei Wochen vor der Wahl vor..."

Aber sogar die linke "Libération" scheint zu glauben, dass an den Vorwürfen gegen DSK etwas dran sein könnte. "Dominique Strauss-Kahn wusste, dass er selbst sein gefährlichster Gegner ist."

Der wegen versuchter Vergewaltigung in den USA angeklagte IWF-Chef Strauss-Kahn wird im Laufe des Tages dem Haftrichter vorgeführt. Seine Anwälte erklärten in New York, ihr Mandant habe einer DNA-Untersuchung zugestimmt. Daher verzögere sich der Gerichtstermin.

Kommentare (5)

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16.05.2011, 12:23 Uhr

So serviert man Konkurrenten ab. Ein Schlem der böses dabei denkt.

Verena

16.05.2011, 12:31 Uhr

als fürstlich bezahlter IWF-Chef um 13 Uhr mittags nackt im Badezimmer? Also ich muss um diese Zeit arbeiten, aber für bedeutend weniger Geld. Kein Wunder geht die Euro-Zone kaputt, wenn solche Typen nichts besseres zu tun haben. Höchste Zeit, dass dieser Augias-Stall ausgemistet wird. Solche senilen Lustgreise benötigen wir nicht.

Unsere_Medienwelt

16.05.2011, 12:46 Uhr

Ist die Presse da um uns zu informieren?

Die privaten Konzernmedien sind nicht da um uns zu informieren!!!
Medien sind da um uns eine bestimmte Meinung einzupflanzen!

Je nach Wunsch der Eigentümer bzw. Drahtzieher!!!

Wenn man früher ein Land besetzten wollte um deren Rohstoffe und Menschen auszubeuten,
schickte man seine Panzer und Soldaten.
Heute macht man das anders.

Man nennt es "Globalisierung"!!!

Als erstes werden die "Medien AG's" übernommen.

Dadurch manipuliert man die Massenmeinung und die Politik.

Länder werden ausgebeutet bzw. zerstört und die Menschen merken nicht, dass ihr Land "besetzt" wurde!

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