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25.07.2011

22:09 Uhr

Dürre in Ostafrika

500.000 Kinder kurz vor Hungertod

Die Lage in Ostafrika spitzt sich rasend schnell zu: Die Vereinten Nationen bitten um schnellstmögliche Hilfe. Eine halbe Million Mädchen und Jungen könnten nur so noch gerettet werden.

Ein stark unterernährtes Kind in einem Krankenhaus in Mogadishu. Insgesamt sind m indestens zwölf Millionen Menschen von der Dürre in Ostafrika betroffen, 3,7 Millionen sind akut vom Hungertod bedroht. Quelle: AFP

Ein stark unterernährtes Kind in einem Krankenhaus in Mogadishu. Insgesamt sind mindestens zwölf Millionen Menschen von der Dürre in Ostafrika betroffen, 3,7 Millionen sind akut vom Hungertod bedroht.

Berlin/Rom Die Vereinten Nationen haben am Montag ein dramatisches Bild der Flüchtlingslage in Ostafrika gezeichnet und zu massiver und rascher Hilfe aufgerufen. Verzweifelte Frauen müssten ihre sterbenden Kinder auf der Flucht am Straßenrand zurücklassen, um die stärkeren Geschwister durchzubringen, sagte die Direktorin des UN-Welternährungsprogramms, Josette Sheeran, am Montag in Rom. Nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef sind in Somalia, Äthiopien, Kenia und Dschibuti bereits mehr als 2,3 Millionen Kinder akut mangelernährt. Mehr als 500.000 Mädchen und Jungen seien so ausgezehrt, dass nur sofortige Behandlung ihr Leben retten könne. 

Die Bundesregierung kündigte an, ihre Hilfe für die Dürreopfer am Horn von Afrika auf mehr als 30 Millionen Euro zu verdoppeln. „Wir versuchen derzeit, alle Kräfte zu mobilisieren, die zügig und effizient helfen können“, erklärte Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel (FDP). Zugleich mahnte er, neben den kurzfristigen Maßnahmen zur Linderung der Not nicht die Unterstützung der Landwirtschaft in den betroffenen Ländern zu vernachlässigen. 

Wegen der katastrophalen Dürre und massiven Ernteausfällen am Horn von Afrika haben die UN zwei Regionen im von Anarchie und Gewalt geplagten Somalia zu Hungergebieten erklärt. Am Wochenende hatten die UN mitgeteilt, sie hätten keine Möglichkeit, mehr als zwei Millionen vom Hungertod bedrohten Somaliern zu helfen. Der Zugang zu den Menschen werde verwehrt. 

Mindestens zwölf Millionen Menschen sind betroffen, 3,7 Millionen sind akut vom Hungertod bedroht. Tausende Somalier fliehen aus ihrer Heimat. Dort kontrollieren radikale Muslime der Al-Schabaab-Gruppe große Gebiete. Sie hatte im vergangenen Jahr Lebensmittelhilfen verboten und wirft den Hilfsorganisationen nun vor, nur aus politischen Gründen von einer Hungersnot zu sprechen.

 

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

26.07.2011, 07:01 Uhr

Ein Staat Somalia existiert seit über 20 Jahren schon nicht mehr. Widerstreitende Gruppierungen im Gesamtgebiet haben das Land systematisch zugrunde gerichtet. Eine Hoffnung auf vernünftige Lösungen scheint angesichts dieses anhaltenden Irrsinns vergebens.

So traurig es ist, das einzige was bleibt, sind Nothilfen für die in benachbarte Länder geflohenen Menschen. Und dies sollte umfassender und schneller geschehen.

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