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13.08.2015

12:34 Uhr

Dutzende Tote in Bagdad

IS-Miliz bekennt sich zu Autobombenanschlag

Es ist einer der schwersten Bombenanschläge im Irak seit Langem: Mindestens 70 Menschen wurden getötet, weitere 170 verletzt, als ein Lastwagen auf einem belebten Markt in Bagdad am Donnerstagmorgen detoniert.

Völlig verwüstet bleibt der Marktplatz in Sadr City nach der Detonation zurück. dpa

Ein Gemüsestand nach der Explosion

Völlig verwüstet bleibt der Marktplatz in Sadr City nach der Detonation zurück.

BagdadBei einem der schwersten Bombenanschläge im Irak in diesem Jahr sind mindestens 70 Menschen getötet worden. Weitere 170 Menschen wurden bei der Explosion eines Lastwagens nahe eines Marktes in der Hauptstadt Bagdad verletzt, wie Polizei und Helfer vor Ort berichteten. Unterstützer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannten sich im Internet zu der Tat.

Bei dem Anschlag war am Donnerstagmorgen ein Lastwagen auf einem belebten Markt in Sadr City – einem überwiegend schiitischen Viertel – im Nordosten der Stadt detoniert. Ihm sei berichtet worden, dass ein Selbstmordattentäter den Laster auf den Markt gesteuert habe und dann zur Explosion gebracht habe, berichtete ein Korrespondent von Al Dschasira.

Im Kurzmitteilungsdienst Twitter verbreiteten Extremisten eine Stellungnahme, die dem IS zugeschrieben wird. Demnach hat eine Gruppe, die sich „Islamischer Staat in der Provinz Bagdad“ nennt, einen Lastwagen inmitten von irakischen Armeeangehörigen und Schiiten explodieren lassen. Dabei seien mindestens 90 Menschen getötet und 200 verwundet worden.

Ob die Nachricht tatsächlich vom Islamischen Staat stammt, konnte zunächst nicht unabhängig überprüft werden. Aussehen und Wortwahl erinnerten allerdings an frühere Mitteilungen. Für den IS sind Schiiten vom wahren Glauben abgefallen. Erst im vergangenen Monat hatte der Islamische Staat sich zu einem Bombenattentat auf einen Markt in der östlichen Provinz Dijala bekannt. Bei dem Angriff starben 120 Menschen.

Am Montag waren bei zwei Explosionen nordöstlich von Bagdad mindestens 40 Menschen getötet und 75 verletzt worden - auch hier bekannte sich der IS zu der Tat.. Die militanten sunnitischen Islamisten kontrollieren weite Gebiete im Westen des Iraks sowie im Nachbarland Syrien.

Von

dpa

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