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04.03.2012

22:03 Uhr

Dutzende Tote

Terrorangriff auf jemenitische Armee

Nach Regierungsumsturz im Jemen reißt die Terrorwelle nicht ab. Bewaffnete haben einen Militärstützpunkt angegriffen und dabei mindestens 30 Soldaten getötet.

Ein Verwundeter im Krankenhaus nach dem Angriff auf den Militärposten. Reuters

Ein Verwundeter im Krankenhaus nach dem Angriff auf den Militärposten.

Kairo/SanaaBei Angriffen auf Armeestützpunkte sind im Süden des Jemen Dutzende Soldaten getötet worden. Bewaffnete, die dem Terrornetzwerk Al-Kaida zugerechnet werden, überfielen am Sonntag nach Angaben lokaler Medien Militärposten nahe der Stadt Sindschibar in der Provinz Abijan. Bei mehrstündigen Gefechten sollen 30 Soldaten und 12 Angreifer ums Leben gekommen sein. Wie die Agentur Mareb unter Berufung auf Militärkreise berichtete, erbeuteten die Angreifer gepanzerte Fahrzeuge, Gewehre und Munition.

Am Samstag hatten bereits zwei Selbstmordattentäter in der Provinz Al-Baida etwa 170 Kilometer südlich der Hauptstadt Sanaa ein Feldlager der Eliteeinheit der Republikanischen Garde attackiert. Dabei wurden nach Behördenangaben vier Soldaten sowie ein Zivilist verletzt.

Im Jemen ist vor einer Woche der langjährige Präsident Ali Abdullah Salih abgelöst worden. Doch der Neuanfang des krisengebeutelten Landes wurde von Bombenterror überschattet. Nur wenige Stunden nach der Vereidigung des neuen Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi sprengte sich im Süden ein Selbstmordattentäter in die Luft und riss mehr als 20 Menschen mit in den Tod, die meisten gehörten der Republikanischen Garde an.

Al-Kaida-Terroristen haben während des vor mehr als einem Jahr begonnenen Aufstands gegen Salih zunehmend an Einfluss gewonnen und zeitweise ganze Landstriche unter ihre Kontrolle gebracht.

Von

dpa

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