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07.07.2016

01:21 Uhr

E-Mail-Affäre

Clinton ist juristisch aus dem Schneider

Hillary Clinton hat als US-Außenministerin E-Mails über einen privaten Server geschickt. Das FBI sieht kein kriminelles Verhalten. Dieser Ansicht schloss sich nun die Justizministerin an – doch es bleibt ein Problem.

Hillary Clinton mit Smartphone zu ihrer Amtszeit als Außenministerin 2012: Die E-Mail-Affäre hat keine juristischen Konsequenzen für die US-Politikerin. AP

Hillary Clinton

Hillary Clinton mit Smartphone zu ihrer Amtszeit als Außenministerin 2012: Die E-Mail-Affäre hat keine juristischen Konsequenzen für die US-Politikerin.

WashingtonUS-Justizministerin Loretta Lynch folgt wie angekündigt der Empfehlung des FBI und wird Ex-Außenministerin Hillary Clinton nicht wegen der E-Mail-Affäre anklagen. Das teilte Lynch am Mittwochabend (Ortszeit) in Washington mit. Die Ermittlungen sind damit offiziell beendet.

Die amerikanische Bundespolizei FBI hatte am Dienstag trotz vernichtender Kritik am Verhalten Hillary Clintons keine Anklageempfehlung ausgesprochen. Clinton hatte als Außenministerin auch dienstliche E-Mails über private Server und Geräte abgewickelt. Das FBI stellte aber fest, es könne nicht von vorsätzlich kriminellem Verhalten ausgegangen werden.

Die voraussichtliche demokratische Präsidentschaftskandidatin hatte über Monate gesagt, sie habe nie vertraulich markiertes Material über die kritisierten Server abgewickelt. Die Untersuchung des FBI stellte das exakte Gegenteil fest.

Hilary Clinton

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Lynch hat die Aufsicht über das FBI und wäre als Chefanklägerin für ein Verfahren zuständig gewesen. Sie war verdächtigt worden, als Demokratin nicht unabhängig zu sein, hatte aber wiederholt klargemacht, der Empfehlung des FBI in jedem Fall folgen zu wollen.

Die Affäre ist nun juristisch beendet, verstärkt im Wahlkampf 2016 aber Clintons Glaubwürdigkeitsprobleme. Ihr republikanischer Widersacher Donald Trump stellt die Affäre ins Zentrum seiner Angriffe auf die Demokratin.

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