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30.01.2016

00:25 Uhr

E-Mails nachträglich als „top secret“ eingestuft

Herber Schlag für Clinton vor Iowa-Wahl

Das kann böse Folgen für die Kandidatin haben. Einige E-Mails, die auf Hillary Clintons E-Mail-Server gefunden wurden, sind jetzt nachträglich als „top secret“ eingestuft worden. Die Mitteilung kam nur drei Tage vor einer wichtigen Vorwahl.

iDie demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton am Freitag in Iowa. Die E-Mail-Affäre lässt sie einfach  nicht mehr los. ap

aHillary Clinton auf Wahlkampftour in Iowa

iDie demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton am Freitag in Iowa. Die E-Mail-Affäre lässt sie einfach nicht mehr los.

WashingtonDas US-Außenministerium wird 22 Mails von Hillary Clinton aus ihrer Zeit als Außenministerin als „top secret“ unter Verschluss halten. Der Sprecher des Ministeriums, John Kirby, sagte am Freitag in Washington, die Dokumente seien nicht vertraulich gewesen, als sie gesendet wurden, würden aber jetzt von Geheimdiensten so bewertet. Kurz vor der ersten Vorwahl im Kampf um das Weiße Haus im US-Bundesstaat Iowa hat die Entscheidung des Außenministeriums Brisanz für den Wahlkampf.

Clinton hat als Ministerin ihren privaten elektronischen Schriftverkehr über einen privaten E-Mail-Server abgewickelt. Das ist zwar nicht generell verboten, wurde aber von den konkurrierenden Republikanern medienwirksam ausgeschlachtet. Sie bezeichneten Clinton als Sicherheitsrisiko. Diese E-Mail-Affäre hat der Präsidentschaftsbewerberin der Demokraten bereits schwer geschadet. Am Montag wählt die demokratische Partei in Iowa ihren Favoriten für die Kandidatur für das Weiße Haus und Hillary Clinton sieht sich in einen unerwartet harten Kopf-an-Kopf-Rennen mit Senator Bernie Sanders aus Vermont gefangen.

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Clintons Wahlkampfteam reagierte dementsprechend sofort und erklärte: „Mit aller Deutlichkeit widersprechen wir dieser Blockade durch das State Department.“ Clinton setze sich seit mehr als einem Jahr dafür ein, die E-Mails der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Es geht ihr darum nachzuweisen, dass sie keine Dienstgeheimnisse über ihre privaten Mail-Server verschickt oder empfangen hat. Zunächst hatte sie sich geweigert, ihren E-Mail-Verkehr öffentlich zu machen, dann unter wachsendem politischen Druck zugestimmt, die E-Mails sichten und veröffentlichen zu lassen.

Insgesamt geht es bei den fraglichen 22 Mails um sieben E-Mail-Kommunikationen, verteilt auf 37 Seiten. Von den noch rund 9000 fehlenden Seiten sollten am Freitagabend (Ortszeit) weitere 1000 veröffentlicht werden. Insgesamt geht es um 55 000 Seiten.

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