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13.11.2014

16:00 Uhr

Ebola-Epidemie

Liberia erklärt Ausnahmezustand für beendet

Liberia wurde von der Ebola-Seuche besonders hart getroffen. Jetzt hat das Land den Ausnahmezustand für beendet erklärt. Der Kampf gegen die Krankheit ist damit jedoch noch nicht beendet.

Liberia ist das von Ebola am schlimmsten betroffene Land. ap

Liberia ist das von Ebola am schlimmsten betroffene Land.

MonroviaLiberia hat den wegen der Ebola-Epidemie ausgerufenen Ausnahmezustand für beendet erklärt. Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf erklärte am Donnerstag in einer landesweit übertragenen Fernsehansprache, sie werde die Maßnahme – die im August für drei Monate verhängt worden war – nicht verlängern. Das bedeute aber nicht, dass Liberia den Kampf gegen die Krankheit bereits gewonnen habe.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und andere Hilfsorganisationen hatten zuletzt von einem deutlichen Rückgang neuer Fälle in dem westafrikanischen Land berichtet. „Aber Liberia kann nicht als Ebola-frei bezeichnet werden, bis auch alle Nachbarländer das Virus besiegt haben“, sagte die Präsidentin. Liberia ist das von der Seuche am schlimmsten betroffene Land. Etwa die Hälfte der Krankheitsfälle und Opfer entfallen laut WHO auf den kleinen westafrikanischen Staat.

Das ist das Ebola-Virus

Das Virus

Das Ebola-Virus gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt. Es löst ein sogenanntes hämorrhagisches, das heißt mit starken Blutungen einhergehendes Fieber aus.

Die Gefahr

Je nach Erregerstamm sterben 25 bis 90 Prozent der Patienten an einer Ebola-Erkrankung. Trotz intensiver Forschung gibt es weder eine Impfung noch ein Heilmittel.

Der Übertragungsweg

Seinen Ursprung hat das Virus im Tierreich. Menschen können sich über den Kontakt zu erkrankten Tieren infizieren, unter anderem Affen. Von Mensch zu Mensch überträgt sich die Krankheit durch Blut und andere Körperflüssigkeiten.

Die Krankheit

Die Inkubationszeit beträgt zwei Tage bis drei Wochen. Plötzlich setzen Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, Schwächegefühl und Halsschmerzen ein. Später gehen Nieren- und Leberfunktion zurück, es können schwere innere Blutungen auftreten.

Die Gefahrenzone

Ebola kommt vor allem nahe des afrikanischen Regenwaldes vor. Zum ersten Mal tauchte es 1976 im Sudan und im Kongo nahe des Ebola-Flusses auf. Ihm verdankt die Krankheit auch ihren Namen.

Im Rahmen des Ausnahmezustandes waren einige Bürgerrechte eingeschränkt worden. Unter anderem gab es eine Ausgangssperre von neun Uhr abends bis sechs Uhr morgens. Diese wurde nun um einige Stunden verkürzt – jedoch nicht in den Regionen, die als „Ebola-Hotspots“ angesehen werden müssten, hieß es.

Von

dpa

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