Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

27.11.2011

16:07 Uhr

EFSF-Pläne

„Koalition der Sparwilligen“ soll Euro retten

Plan gescheitert: Die von den Euro-Staaten erhoffte Hebelwirkung wird laut Medienberichten wohl ausbleiben - denn es finden sich nur wenige Investoren. Stattdessen sollen politische Reformen die Eurozone stabilisieren.

Die Hebelung wird nicht wie erhofft funktionieren. Nun müssen dringend neue Lösungen her. dpa

Die Hebelung wird nicht wie erhofft funktionieren. Nun müssen dringend neue Lösungen her.

BerlinDer Versuch, die verbliebenen Mittel des Euro-Rettungsfonds EFSF auf rund eine Billion Euro zu hebeln, steht nach „Spiegel“-Informationen vor dem Scheitern. Grund dafür sei die Zurückhaltung potenzieller Geldgeber, berichtete das Magazin vorab aus seiner neuen Ausgabe. Nach Informationen von „Bild“ und „Welt am Sonntag“ wollen Berlin und Paris unterdessen im Eiltempo einen neuen Euro-Stabilitätsvertrag erzwingen.

Beim Treffen der Euro-Gruppe Anfang kommender Woche wolle EFSF-Chef Klaus Regling den Finanzministern Varianten vorlegen, die nur noch auf eine Verdoppelung und allenfalls auf eine Verdreifachung der EFSF-Restmittel von 250 Milliarden Euro hinauslaufen, berichtete der „Spiegel“ ohne Angabe von Quellen.

Der Euro-Rettungsfonds ist das wichtigste Werkzeug der Eurozone gegen eine Ausbreitung des Schuldenproblems. Daher soll die Schlagkraft des Fonds erhöht werden - allerdings ohne weiteres Geld bereitzustellen. Ursprünglich wollten die Euro-Retter die noch nicht verplanten 250 Milliarden Euro mit Beteiligung privater Investoren vor allem aus Asien, etwa über ein Versicherungsmodell, auf das Vier- bis Fünffache steigern.

Rettungsschirm für Euro: Umfang der EFSF-Haftung noch unklar

Rettungsschirm für Euro

Umfang der EFSF-Haftung noch unklar

Der Hebel für den Rettungsfonds EFSF ist noch längst nicht in allen Details geregelt.

Um seine Finanzkonstrukte für Anleger attraktiver zu machen, müsse sich der Rettungsschirm nun mit mehr Eigenmitteln engagieren, was den Hebel kleiner ausfallen lasse, hieß es in dem „Spiegel“-Bericht weiter.

Zur Eindämmung der Eurokrise planen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy offenbar einen Extra-Stabilitätsvertrag, der strenge Defizitauflagen und Kontrollrechte für nationale Haushalte vorsieht. Damit das Abkommen möglichst schon Anfang 2012 steht, seien sie bereit, mit einigen Ländern der Euro-Zone voranzugehen, berichteten „Bild“ und „WamS“ unter Berufung auf Diplomaten- und Regierungskreise. Im Gegenzug soll die Europäische Zentralbank (EZB) laut „WamS“ künftig verstärkt als Krisenbekämpfer in der Euro-Zone auftreten, was Merkel bislang ablehnt.

Kommentare (9)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Rainer_J

27.11.2011, 16:23 Uhr

Alles was mit EFSF und Eurobonds zu tun hat ist "linke Tasche, rechte Tasche". Das wissen auch die Anleger. Dafür gibt es kein Bonus-Kredit.

Unterm Strich gibt die Eurozone zuviel Geld aus und ist unproduktiv. Schuld sind die PIGS und Frankreich. Denn neben Faulheit zahlen Reiche in diesen Ländern keine oder zuwenig Steuern und diese Länder sind zu korrupt es zu verändern!

Neue EU-Verträge werden nicht gelingen, denn nur die Geberländer werden zustimmen und sich auch daran halten (das zweite kann man bei den PIGS nicht hoffen)!

Morchel

27.11.2011, 17:07 Uhr

Der Euro gehört auf den Müllhaufen der Geschichte, er ist auf der ganzen Linie gescheitert. Die Verträge wurden gebrochen, der Normalo hat jeden Monat zu Kämpfen was immer schwerer wird. Genau so der Aufbau Ost gescheitert ist. as wurde reininvestiert und in der Zwischenzeit sind die Menschen verschwunden, warum wohl. Wenn wir ehrlich sind ist auch dieses System am Ende. Völker Europas schaut auf die Sowjetunion, wo is die hin.Eine EU-Diktatur ist entstanden und hat das Ende eingeleitet.

Bravo

27.11.2011, 17:18 Uhr

Der IWF als Kreditgeber für Italien und andere in Not kommende Länder ist eine sehr gute Lösung. Auch der angedachte Kredit von der EZB scheint eine gute Idee zu sein. Die EZB soll über Vermögenswerte von 3 Billionen verfügen, außerdem kann sie Geld schöpfen. Und am IWF als Kreditgeber für die PIIGS hat Deutschland nur einen Anteil von ca 16%. Da der Zahlungsausfall einzelner Länder in Europa die Finanzmärkte weltweit betrifft, kann ich die Lösung nur unterstützen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×