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19.09.2011

04:14 Uhr

Eigener Staat

Nahost-Quartett will Palästinenser von Uno-Antrag abbringen

Palästinenserpräsident Abbas will einen Antrag Palästinas auf Anerkennung als Staat stellen. Die USA kündigten ihr Veto an. In letzter Minute sollen die Palästinenser von ihrem Antrag abgebracht werden.

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas will einen eigenen Staat. dpa

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas will einen eigenen Staat.

Washington/BerlinDie internationale Staatengemeinschaft ringt um neue Friedensgespräche zwischen Israel zu den Palästinensern. US-Außenministerin Hillary Clinton und die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton trafen sich dazu am Sonntag in New York. Sie wollen die Palästinenser in letzter Minute davon abbringen, bei der am Mittwoch beginnenden UN-Vollversammlung einen Antrag auf die Anerkennung als 194. Staat in den Vereinten Nationen zu stellen. Es wird befürchtet, dass dies zu einer schweren Krise im Nahost-Konflikt führen könnte.

„Wir glauben weiter an eine konstruktive Lösung“, sagte Ashtons Sprecherin Maja Kocijancic. Verhandlungen seien „das beste und einzige Mittel, zum Frieden und zu einer Zwei-Staaten-Lösung zu gelangen“ - also der Existenz eines palästinensischen neben einem israelischen Staat.

Auch hochrangige Diplomaten des Nahost-Quartetts, dem neben den USA und der EU auch Russland und die Vereinten Nationen (UN) angehören, sollten zu Beratungen zusammenkommen. Ziel der seit Wochen laufenden Bemühungen ist es, die Palästinenser doch noch zu überzeugen, von ihren Plänen abzulassen.

Der Gesandte des Nahost-Quartetts, der frühere britische Premierminister Tony Blair, sagte, eine Machtprobe könne immer noch verhindert werden. Trotz des politischen Gegendrucks hatte Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas zuletzt seine Absicht bekräftigt, eine UN-Vollmitgliedschaft zu beantragen.

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas will am Freitag einen Antrag Palästinas auf Anerkennung als eigenständiger Staat in den Grenzen von 1967 stellen. Zu ihm sollen das Westjordanland, der Gazastreifen und Ost-Jerusalem gehören. Die USA lehnen den Vorstoß ab. Aus ihrer Sicht kann die Anerkennung eines palästinensischen Staates nur am Ende von Friedensverhandlungen mit Israel stehen. Die USA haben ihr Veto im UN-Sicherheitsrat angekündigt.

Kommentare (8)

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Torsten_Steinberg

18.09.2011, 23:36 Uhr

USA, EU, UNO und Russland. Was sind das für klangvolle Namen! Wer hätte geglaubt, dass sie alle unter vollständiger Ignoranz der Realität im Nahen Osten eines Tages in ihrem anachronistischen Bestreben, den Palästinensern noch länger die Staatlichkeit zu verweigern, sich dermaßen der Lächerlichkeit aussetzen würden?

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19.09.2011, 07:02 Uhr

Wer sind die Palästinenser?
Zuerst soll hier klargestellt werden,
daß, wer ein Freund Israels ist,
deswegen kein Feind der Palästinenser ist!

Die Bezeichnung Palästinenser ist die lateinische Version von Philister, hat aber mit dem philistäischen Insel- und Küstenvolk nichts zu tun, denn der römische Kaiser Hadrian setzte 135 nach Chr. für das von ihm eroberte Israel/Judäa den Namen „Provinz Syria Palästina“ ein. Daher ist der Anspruch der Palästinenser, Ureinwohner des Landes zu sein, absurd. Bis zur Staatsgründung Israels 1948 waren alle Bewohner des britischen Mandatsgebietes „Palästinenser“, egal ob Araber, Juden oder Christen. Auch Israels Staatsgründer David Ben Gurion war laut Paß Palästinenser. Und die erste jüdische Tageszeitung hieß „Palestine Post“.
Der Begriff eines „palästinensischen Volkes“ taucht erstmals 1964, mit der Gründung der „Palestine Liberation Organization“ auf. Damit rief 1969 Arafat die PLO ins Leben, denn nur der Mythos eines Volkes konnte die bis dahin so unterschiedlichen und zerstrittenen Araber in diesem Gebiet vereinen. Weil der heutige Palästina-Begriff gebietsmäßig an das britische Mandatsgebiet gekoppelt ist, muß noch festgestellt werden, daß von diesem „Palestine“ 74% auf der Ostseite des Jordanflußes liegen und nur 24% auf seiner Westseite, was Israel und die Westbank beinhaltet. Wenn also von einer Befreiung Palästinas die Rede ist, fragt man sich, warum dann nur von dem Gebiet Israels und nicht von den 74% jenseits des Jordans.

Account gelöscht!

19.09.2011, 07:03 Uhr

Wer sind die Palästinenser? - 2 -
Nachdem am 14. Mai 1948 der Staat Israel ausgerufen wurde, erklärten die arabischen Staaten mit ihren 160 Millionen Menschen dem gerade geborenen Judenstaat mit seinen nur 650.000 Einwohnern (240 Araber gegen 1 Juden) den Krieg. In der festen Überzeugung, „die Juden ins Meer zu treiben“, forderten die arabischen Kriegsherren die arabischen Bewohner Israels auf, für zwei Wochen ihre Häuser zu verlassen, weil „unsere Bomben nicht zwischen Juden und Araber unterscheiden können!“ So flohen tausende Araber, nicht vor den Israelis (!), sondern vor den Bomben ihrer Brüder. Als wider Erwarten Israel siegte, waren die Araber draußen jenseits der Grenze.
Anstatt dass die Araber ihre Brüder integrierten und ihnen die von Juden verlassenen Immobilien überließen, mussten doch zur gleichen Zeit 680.000 Juden ihre arabischen Länder verlassen und Haus und Hof ohne Entschädigung zurücklassen, pferchte man sie in Flüchtlingslager. Zu dem palästinensischen Volksmythos kam inzwischen noch der islamische Fundamentalismus, der gegen jede Koexistenz mit Israel ist, und „nicht eher ruhen (will), bis jeder Quadratzentimeter palästinensischen Bodens von den israelischen Besatzern befreit und Jerusalem die Hauptstadt des Palästinenserstaates ist“.
Dennoch wird es gemäß Sacharja 9 eine Aussöhnung zwischen Juden und Palästinensern geben, nachdem Gott den Stolz der Palästinenser brechen wird, ihnen das blutige Opferfleisch aus dem Mund nimmt, sie unserem Gott (also nicht Allah) angehören, um dann dem Stamm Juda gleichgestellt zu werden. Wer für Israel betet, sollte die Palästinenser nicht ausklammern, denn auch sie haben eine gottgewollte Zukunft.

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