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03.01.2013

15:37 Uhr

Eigenkapitalvorschriften

Schäuble fordert USA zur Einführung von Basel III-Regeln auf

Fiskalklippe hin oder her: Wolfgang Schäuble will, dass die USA die neuen Eigenkapitalregeln für Banken umsetzen. Dies erwarte er „von unseren amerikanischen Partnern“, schreibt er in einem Gastbeitrag einer Zeitschrift.

Wolfgang Schäuble fordert die USA auf, die Basel III-Regeln umzusetzen. dpa

Wolfgang Schäuble fordert die USA auf, die Basel III-Regeln umzusetzen.

BerlinBundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat die USA aufgefordert, die international vereinbarten neuen Eigenkapitalregeln für Banken wie beschlossen umzusetzen. „Ich erwarte von unseren amerikanischen Partnern, dass sie ebenfalls fest zu ihrem politischen Entschluss zur Einführung des neuen Regelwerks stehen“, schrieb Schäuble in einem am Donnerstag veröffentlichten Beitrag für die „Zeitschrift für das gesamte Kreditwesen“. Die gesetzliche Einführung der unter dem Stichwort „Basel III“ zusammengefassten neuen Eigenkapitalanforderungen verzögert sich sowohl in Europa als auch in den USA.

Schäuble zeigte sich dennoch überzeugt, dass der Zeitplan für die schrittweise Einführung von Basel III insgesamt gehalten werden könne. Die Einzelheiten der europäischen Regelungen nähmen konkrete Gestalt an. Er sei zuversichtlich, dass sie im Laufe dieses Jahres so rechtzeitig fertig würden, das mit dem Aufbau des zusätzlichen Kapitals innerhalb des festgelegten Zeitrahmens begonnen werden könne.

Die Geldinstitute haben für den Aufbau zusätzlicher Kapitalpuffer bis 2019 Zeit, die Anforderungen werden in der Zeit schrittweise erhöht. Der erste Schritt sollte eigentlich Anfang 2013 gemacht werden, mittlerweile wird als Startpunkt Ende 2013 angepeilt.

Von

rtr

Kommentare (3)

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r-tiroch@t-online.de

03.01.2013, 17:45 Uhr

selbst ein neues Regelwerk bei uns wird nichts an der Situation in den banken ändern.

bjarki

03.01.2013, 22:10 Uhr

Herr Schaeuble, sie sind ein vergreister peinlicher Provinzpolitiker. Sie nerven !

Mazi

05.01.2013, 09:23 Uhr

Herr Schäuble, weshalb hören Sie nicht auf den Bundesbankpräsidenten?

Der hat Ihnen doch versucht zu erklären, dass alle Forderungen in der Bankbilanz Risiken ausgesetzt sind. Deshalb sind diese mit Eigenkapital zu unterlegen. Dazu gehören auch deren Staatsforderungen, die nun mal in den BASEL-Regelungen nicht mit Eigenkapital unterlegt sind, ja niemals unterlegt wurden.

Zu einem anspruchsvollen Bankenüberwachungssystem gehört die vollständige Erfassung der Risiken dazu. Bei den Risikoeinschätzungen für Staatstitel gehört sogar ein add on dazu. Ein add on für den Sachverstand der in einem Land agierenden Politiker, die Zuverlässigkeit, die Verantwortlichkeit der Politiker.

Was glauben Sie, wo dieses ganze Desaster mit den griechischen Staatsanleihen herkommt.

Herr Schäuble, das wäre Ihr Job, wie auch der Job Ihres Vorgängers Steinbrück, gewesen, für eine sachgerechte Eigenkapitalunterlegung zu sorgen.

Herr Schäuble, Sie fühlten sich schon damals, wie Sie unlängst vor dem Untersuchungsausschuss zur NSU-Affäre aussagten, nicht verantwortlich. Wenn Sie sich nicht für verantwortlich erklären, dann können Sie auch für nichts zuständig sein.

Derer haben wir ohnehin schon zu viele.

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