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21.01.2013

19:56 Uhr

Einfuhren untersagt

Russland will kein deutsches Kühlfleisch mehr

Die russischen Behörden haben Kühlfleisch-Importe aus Deutschland ab Februar verboten. Es gebe Gesundheitsbedenken, so ein Sprecher. Es ist nicht das erste Mal, dass Russland Einfuhren aus Deutschland beschränkt.

Diesmal scheint deutsches Rindfleisch ins Visier der russischen Behörden gekommen zu sein. Reuters

Diesmal scheint deutsches Rindfleisch ins Visier der russischen Behörden gekommen zu sein.

MoskauKühlfleisch aus Deutschland darf amtlichen Angaben aus Moskau zufolge künftig nicht mehr in Russland verkauft werden. Solche Einfuhren würden ab dem 4. Februar untersagt, erklärte ein Sprecher der russischen Behörde für Tiergesundheit am Montag. Es gebe Gesundheitsbedenken, fügte Alexej Alexejenko zur Begründung hinzu.

Russland könne Garantien der deutschen Veterinärämter nicht akzeptieren, es gebe viele offene Fragen an die deutschen Behörden. "Ihr existierendes System der Veterinäraufsicht ist nicht perfekt." Hintergrund des Verbots sei keine konkrete Bedrohung der Gesundheit durch deutsches Kühlfleisch, sondern die Bürokratie in Deutschland.

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Aus Furcht vor einer Dioxinbelastung hatten die Moskauer Behörden 2011 schon einmal die Einfuhren von Geflügel und Schweinefleisch beschränkt. Der Nachrichtenagentur Interfax zufolge ist dieses Mal deutsches Rindfleisch zusätzlich im Visier der russischen Behörden. Auf den Beziehungen zwischen den Regierungen in Berlin und Moskau lasten Forderungen Deutschlands nach mehr Demokratie und Achtung der Menschenrechte in Russland.

Derzeit trifft das öffentlich bekundete Misstrauen der Russen gegenüber Fleischimporten aber auch den Handel mit den USA: Amerikanische Lieferanten müssen nachweisen, dass ihre nach Russland exportierten Produkte frei von einem bestimmten Zusatzstoff sind. Die USA werfen Russland vor, mit den Auflagen gegen Bestimmungen der Welthandelsorganisation (WTO) zu verstoßen. Russland wurde nach 18 Jahren Verhandlungen erst unlängst in die WTO aufgenommen.

Von

rtr

Kommentare (14)

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Account gelöscht!

21.01.2013, 20:24 Uhr

Sehr geehrte Handelsblattredaktion,

bei folgendem Satzabschnitt ist Ihnen unglücklicherweise ein M abhanden gekommen: "von einem bestimmte Zusatzstoff"

Mit freundlichen Grüßen

AndereSeiteDerMedalie

21.01.2013, 21:38 Uhr

@SANTOS

Die tollsten Ausreden? Schon vergessen, dass in Deutschland sehr oft Fleischskandale waren (u.a. viele Tiere getötet wurden, von Kühen über Schweinen und Geflügel). Heute ist immer noch die Fleischmafia aktiv, nur diesmal verkauft sie es nicht an uns sondern ans Ausland, da sicherer.

aaal

21.01.2013, 21:59 Uhr

Dass Devisen fehlen sollen bezweifle ich stark ! Russland, als zuverlaessiger Partner der BRD - seit ewigen Zeiten, werden nur Steine in den Weg gelegt. Wie die EU mit den Menschen umgeht und welche Hürden hier aufgebaut werden, ist gelinde gesagt eine Frechheit. Das weiss ich aus eigener Erfahrung. Und die Sache mit der Lebensmittelkontrolle hat bei uns ja Tradition - genauso wie die damit verbundnene Korruption. Da muss man nicht mit dem Finger auf Russland deuten !

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