Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

26.08.2011

12:23 Uhr

Eingefrorene Vermögen

Libysche Rebellen dringen auf Freigabe

Die lybischen Rebellen dringen unter ihrem Anführer Mahmud Dschibril auf die sofortige Freigabe eingefrorener Vermögenswerte. Die Vereinten Nationen gaben bereits eine Summe in Milliardenhöhe frei.

Der Übergangsrat der Rebellen kündigte an, von der bisherigen Rebellenhochburg Bengasi nach Tripolis umzuziehen. dpa

Der Übergangsrat der Rebellen kündigte an, von der bisherigen Rebellenhochburg Bengasi nach Tripolis umzuziehen.

New York/TripolisDer nationale Übergangsrat der libyschen Rebellen hat am Freitag erneut zur sofortigen Freigabe eingefrorener Vermögenswerte aufgerufen. Andernfalls drohe eine Legitimitätskrise, sagte Rebellenführer Mahmud Dschibril. Er forderte die Afrikanische Union (AU) auf, den Übergangsrat der Rebellen anzuerkennen. Ein derartiger Schritt würde die Freigabe von eingefrorenem Vermögen erleichtern. Die Vereinten Nationen gaben derweil eine Milliardensumme aus dem in den USA eingefrorenen Vermögen des Regimes des bisherigen Machthabers Muammar al Gaddafi frei.

Dschibril sagte, die Opposition benötige das Geld, um Staatsgehälter zu zahlen und den Betrieb in Libyen aufrecht zu erhalten, unter anderem in Gebieten, die sich noch immer unter der Kontrolle Gaddafis befänden. Dschibril äußerte sich am Freitag in der Türkei, wo er am Donnerstag einem Treffen der Libyen-Kontaktgruppe beiwohnte.

Nach der Einigung zwischen den USA und Südafrika am Donnerstag beschloss das UN-Sanktionskomitee die Freigabe von 1,5 Milliarden Dollar (mehr als eine Milliarde Euro). Das Geld soll für humanitäre Zwecke verwendet werden. Südafrika, das den libyschen Nationalen Übergangsrat nicht anerkannt hat, hatte eine Freigabe blockiert. Italien bereitet die Freigabe von 505 Millionen Dollar des dort eingefrorenen Gaddafi-Vermögens vor.

Unterdessen kündigte der Übergangsrat der Rebellen an, von der bisherigen Rebellenhochburg Bengasi nach Tripolis umzuziehen. Die Gefangennahme Gaddafis sei dafür keine Vorbedingung, sagte der Finanzminister des Rates, Ali Tarhuni am Donnerstagabend. „Gaddafi ist im Grunde in der Kanalisation, zieht von einem Abwasserkanal in den anderen“, fügte er hinzu. „Wir können mit dem Wiederaufbau unseres Landes beginnen.“

Gaddafi, über dessen Aufenthaltsort am Freitag noch immer Unklarheit herrschte, rief in einer Audiobotschaft seine Anhänger erneut zum Kampf „gegen die Ratten“ auf. „Nehmt die Dächer ein, die Moscheen, die Seitenstraßen; es gibt keinen sicheren Ort für die Feinde“, sagte er in der vom Fernsehsender Al-Uraba TV, einem Satellitensender mit Sitz in Syrien, ausgestrahlten Botschaft.

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

alex

26.08.2011, 12:51 Uhr

wir versaufen der oma ihr klein häuschen

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×