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22.08.2012

19:19 Uhr

Einigkeit mit Österreich

Westerwelle wohl für Regeln für einen „Euro-Rauswurf“

Für die akute Griechenland-Krise ist der Vorschlag nicht gedacht, aber mittelfristig stimmt Außenminister Westerwelle den Worten seines österreichischen Amtskollegen zufolge Euro-Ausschlusskriterien zu.

Außenminister Guido Westerwelle vergangene Woche vor einer Kabinettssitzung. dpa

Außenminister Guido Westerwelle vergangene Woche vor einer Kabinettssitzung.

Vaduz/WienBundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) unterstützt nach Angaben seines österreichischen Kollegen den Vorschlag, künftig Möglichkeiten zum Rauswurf einzelner Länder aus der Eurozone zu schaffen. Er habe für diese Idee Rückendeckung von Westerwelle bekommen, sagte Außenminister Michael Spindelegger am Mittwoch der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Westerwelles Sprecher erklärte auf Anfrage, die Durchsetzung gemeinsamer Regeln müsse in Zukunft konsequenter gehandhabt werden.

Spindelegger bezog sich laut APA auf den kürzlich von ihm unterbreiteten Vorschlag, statt wie bisher nur mit Sanktionen künftig auch bis zum „Rauswurf eines Mitgliedes aus der Euro-Zone“ zu gehen. „Wer sich nicht an die gemeinsamen Regeln hält, hat in der Gemeinschaft nichts verloren“, sagte er.

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Westerwelle habe am selben Tag bei einem Treffen der Außenminister der deutschsprachigen Staaten in Liechtenstein Unterstützung für diese Herangehensweise signalisiert. Dabei gehe es aber nicht um die momentanen Schuldenprobleme Griechenlands, sondern um künftige Regelungen für die Eurozone.

Der deutsche Außenminister habe sich „nicht konkret zu einzelnen Vorschlägen geäußert“, sagte sein Sprecher Martin Schäfer der Nachrichtenagentur dpa auf Anfrage. „Er ist aber der Auffassung, dass im Rahmen einer Fortsetzung der Integration der Europäischen Union die Durchsetzung der gemeinsamen Regeln konsequenter werden muss.“ Westerwelle habe deshalb „Diskussionen über eine Fortentwicklung der Regeln in der Eurozone in diesem Sinne begrüßt“.

Bei dem Treffen mit seinen Kollegen aus Liechtenstein, der Schweiz und Österreich hatte Westerwelle nach Angaben aus Delegationskreisen den Einsatz Deutschlands für den Euro bekräftigt. Die Bundesregierung arbeite entschlossen dafür, die Eurozone zusammenzuhalten, habe der Minister erklärt.

Die gastgebende Liechtensteiner Regierungsrätin Aurelia Frick sagte, es gebe ein gemeinsames Interesse an der Bewältigung der Euro-Krise. Liechtenstein und die Schweiz sind nicht Mitglied der Eurozone. Sie sind jedoch derzeit über eine weitgehend festen Wechselkurs ihrer Währung, des Schweizer Franken, zum Euro direkt von Auswirkungen der Euro-Schuldenkrise betroffen.

Berlin beteiligte sich zum ersten Mal am Treffen der Außenminister der deutschsprachigen Staaten. Dadurch sei aus einem traditionellen Dreiertreffen nun ein Vierertreffen geworden, sagte Frick.

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Von

dpa

Kommentare (6)

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Account gelöscht!

22.08.2012, 19:34 Uhr

Anderes Thema. http://www.n-tv.de/politik/Arzt-zeigt-Beschneider-an-article7032546.html

"Nicht einwilligungsfähige Säuglinge an nicht sterilen Plätzen von nicht-ärztlich ausgebildetem Personal ohne vorbeugende infektionsverhindernde Massnahmen und ohne Betäubung". Muss nicht auch sowieso die entfernte (Vorhaut)-Falte zusammengenäht (!!) werden nach dem Abschneiden ? Weiss das ein Medinziner der hier kommentieren kann ? Ich meine ja. Nach dem Abtrennen der Vorhaut ist doch die Eichel rundherum frei geschnitten (kreisrunde, offene Infektionsquelle entsteht) und hat keine Verbindung mehr zur eigentlichen Haut des Genitals. Wahrscheinlich entsteht eine breite, kreisrunde Narbe ohne Vernähen und verminderte Sensiblität der Eichel später beim Sex. Na ja, fragen kann man den Säugling ja noch nicht.

Für Frau Merkel sollen die Deutschen zur religiös-inspirierten Beschneidung "ja" sagen dazu sonst sind wir eine "Komiker-Nation". Alles "Komiker" in der S-Bahn morgens, die noch zur Arbeit fahren in der früh !

Edelzwicker

22.08.2012, 20:00 Uhr

Für die akute Griechenland-Krise ist der Vorschlag nicht gedacht, aber mittelfristig stimmt Außenminister Westerwelle den Worten seines österreichischen Amtskollegen zufolge Euro-Ausschlusskriterien zu.
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Wenn die Ausschlusskriterien schon nicht für Griechenland gelten sollen, für wen sollen sie denn sonst gelten? So einen geistigen Dünnpfiff bekommt man sonst nur von Samaras zu hören!

kit_fisto

22.08.2012, 21:32 Uhr

Der tapfere Frank Schäffler überzeugt nun endlich auch die Schwachmaten der FDP-Führung um Röslerwelle, sollte diese Spekulatius-Ente aus Österreich tatsächlich fliegen.

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