Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

15.11.2014

02:06 Uhr

Einigung mit Separatisten

Niederländer dürfen neue MH17-Wrackteile bergen

Niederländische Experten dürfen ab Samstag in der Ukraine endlich Wrackteile der vermutlich abgeschossenen Maschine der Malasian Airlines bergen. Eine Einigung mit prorussischen Separatisten kam mit der OSZE zustande.

Wrackteile der Malaysia Airlines, die vermutlich über der Ukraine abgeschossen wurde. AFP

Wrackteile der Malaysia Airlines, die vermutlich über der Ukraine abgeschossen wurde.

DenHaag/KiewExperten aus den Niederlanden können ab Samstag in den von prorussischen Separatisten kontrollierten Gebieten der Ostukraine nach weiteren Wrackteilen des Unglücksflugs MH17 suchen. Eine entsprechende Einigung sei unter Vermittlung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa getroffen worden, berichtete die niederländische Zeitung „Volkskrant“ in der Nacht zum Samstag unter Berufung auf das Justizministerium in Den Haag. Die in Charkow wartenden Experten würden „hoffentlich so bald wie möglich die Zusammenarbeit mit den örtlichen Rettungsdiensten beginnen“, wird aus der Mitteilung des Ministeriums zitiert.

Bei dem Absturz der Boeing der Malaysia Airlines auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur waren am 17. Juli alle 298 Menschen an Bord ums Leben gekommen. Die meisten Opfer stammten aus den Niederlanden. Die Maschine war vermutlich von einer Rakete getroffen worden.

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE)

Ziele der OSZE

Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Frieden sind die Hauptziele der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Sie fördert die humanitäre, wirtschaftliche, ökologische und technische Zusammenarbeit und entsendet häufig Wahlbeobachter.

Die Teilnehmerstaaten

Zu den 57 Teilnehmerstaaten gehören alle Länder Europas, die USA, Kanada, die Nachfolgestaaten der Sowjetunion und die Mongolei. Im laufenden Jahr hat Deutschland den OSZE-Vorsitz, davor war es Serbien.

Das wichtigste Exekutivgremium

Das wichtigste Exekutivgremium ist der Ständige Rat. Das Sekretariat in Wien hat rund 200 Mitarbeiter. In Missionen und Büros in 17 Ländern arbeiten 2880 weitere Menschen für die OSZE. Im Mai wurde für 2014 ein Jahresetat von gut 142 Millionen Euro beschlossen (2013: 145 Millionen).

Der Vorläufer der OSZE

Vorläufer der OSZE war die Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE). Die Unterzeichnung der KSZE- Schlussakte 1975 in Helsinki (Finnland) sorgte für eine allmähliche Entspannung im Ost-West-Konflikt. 1994 wurde die KSZE in OSZE umbenannt.

Da sich viele Wrackteile in dem von Rebellen kontrollierten Teil der Ostukraine liegen, war die Bergung bisher äußerst schwierig. Erst in diesem Monat hatten die Experten weitere Leichenteile und Wrackstücke im Absturzgebiet geborgen.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×