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08.02.2017

09:00 Uhr

Einreise in die USA

US-Heimatschutz könnte künftig nach Passwörtern fragen

US-Heimatschutzminister Kelly spielt mit dem Gedanken, die Herausgabe von Passwörtern zur Bedingung für die Einreise in die USA zu machen. Aufgrund möglicher Bedrohungen müssten Besucher schärfer kontrolliert werden.

Der US-Heimatschutzminister denkt über eine schärfere Überprüfung von Einreisenden in die USA nach. AFP; Files; Francois Guillot

John Kelly

Der US-Heimatschutzminister denkt über eine schärfere Überprüfung von Einreisenden in die USA nach.

WashingtonVisa-Bewerber für die USA und Einreisende könnten möglicherweise künftig nach Passwörtern ihrer Profile in sozialen Netzwerken gefragt werden. Das sagte Heimatschutzminister John Kelly am Dienstag (Ortszeit) in einer Anhörung. Kelly machte deutlich, dass dies Gedankenspiele seien und keine offizielle Politik.

Kelly sagte, dies könne Teil eines Maßnahmenpakets für die schärfere Überprüfungen von Besuchern sein, mit der auf mögliche Bedrohungen reagiert werden solle. Es gehe vor allem um die Staatsangehörigen der sieben Länder, gegen die US-Präsident Donald Trump ein Einreiseverbot verhängt hat, aber nicht nur.

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„Wir denken über eine ausgeweitete oder zusätzliche Überprüfung nach. Es könnte sein, dass wir an ihre sozialen Medien heran wollen, mit den Passwörtern“, sagte Kelly. „Wenn jemand in unser Land möchte, wollen wir ihn zum Beispiel fragen: Was für Webseiten besuchen Sie? Geben Sie uns das Passwort.“

Wenn sie wirklich in die USA wollten, würden sie kooperieren, sagte Kelly. „Wenn nicht, nächster bitte.“

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Leo Löwenstein

08.02.2017, 09:27 Uhr

Naja, so mancher Tourist wird sich dann die Reise in die USA verkneifen.

Andererseits gibt es Menschen, die ihr ganzes Leben in den Social Networks ausbreiten.

Und was macht der Heimatschutz, wenn man gar keinen Account in diesen Netzwerken hat?

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