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31.05.2015

17:13 Uhr

Einsätze im Mittelmeer

Mehr als 5000 Flüchtlinge gerettet

Es war einer der größten Einsätze in diesem Jahr: Allein am Freitag haben Schiffe aus Deutschland, Italien und anderen Ländern 4200 Migranten im Mittelmeer gerettet. Für 17 Menschen kam jedoch jede Hilfe zu spät.

Insgesamt brachten die Retter am Freitag in 22 Rettungsaktionen 4243 Migranten in Sicherheit. dpa

An Bord der Fregatte Hessen

Insgesamt brachten die Retter am Freitag in 22 Rettungsaktionen 4243 Migranten in Sicherheit.

Rom/WarschauMehr als 5000 Bootsflüchtlinge sind bei einem der größten Hilfseinsätze der vergangenen Jahre binnen drei Tagen im Mittelmeer aus Seenot gerettet worden. Auf einem Schlauchboot wurden nach Angaben der italienischen Küstenwache auch 17 Leichen entdeckt. An den Rettungsaktionen waren die deutsche Fregatte „Hessen“ sowie Einsatzkräfte aus Italien und anderen Ländern beteiligt.

„Das ist die größte Welle von Migranten, die wir 2015 erlebt haben“, sagte der Direktor der EU-Grenzschutzagentur Frontex, Fabrice Leggeri, in Warschau. Zuletzt seien am Sonntag fünf weitere Einsätze gestartet worden, um insgesamt etwa 500 Flüchtlinge in Sicherheit zu bringen. Zuvor seien seit Freitag Flüchtlinge von 25 Booten gerettet worden, die von der libyschen Küste nach Italien aufgebrochen waren.

Allein am Freitag waren in 22 Hilfseinsätzen 4243 Migranten in Sicherheit gebracht worden. Am Samstag waren es in vier Aktionen noch einmal 436 Menschen, wie die italienische Küstenwache mitteilte.

Die Bundeswehr erklärte, die Fregatte „Hessen“ habe am Freitag 880 Menschen an Bord genommen, unter ihnen 118 Frauen und 27 Kinder. Die Flüchtlinge seien von Schlauchbooten gerettet worden, von denen einige zu sinken drohten, so die Bundeswehr im Kurzmitteilungsdienst Twitter. Die Schiffbrüchigen wurden an Bord medizinisch versorgt und betreut. Sie sollten in einen italienischen Hafen gebracht und den Behörden übergeben werden.

Laut italienischer Küstenwache waren neben der Bundeswehr auch Schiffe aus Irland, die italienische Marine und Finanzpolizei sowie „Triton“-Rettungskräfte und einige Handelsschiffe an den Einsätzen beteiligt. Die „Triton“-Mission war erst vor wenigen Tagen um mehrere Schiffe verstärkt worden, die nach Leggeris Angaben „bereits Hunderte Menschenleben gerettet haben“. Schon Anfang Mai hatten die italienische und die griechische Küstenwache mehr als 4200 Menschen in Sicherheit gebracht.

Die 17 toten Bootsflüchtlinge waren laut italienischer Marine gemeinsam mit mehreren noch lebenden Migranten auf einem Schlauchboot entdeckt worden. Woran die Menschen gestorben sind, war unklar.

Bei gutem Wetter wagen vor allem im Frühling und Sommer immer wieder Tausende Flüchtlinge die gefährliche Überfahrt über das Mittelmeer. Viele von ihnen überleben die Reise mit kaum seetüchtigen Booten nicht. Im April waren bei einem der bislang schlimmsten Unglücke im Mittelmeer vermutlich Hunderte Flüchtlinge ertrunken.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Herr Billyjo Zanker

01.06.2015, 11:14 Uhr

Es scheint als hätte die "Hauptreisezeit" begonnen, das Wetter ist gut, nicht so viel Wind und die Temperaturen sind auch ganz angenehm. Aber der "Höhepunkt" steht noch aus, denn der größte Andrang steht nicht am Anfang.
Da wird noch einiges auf die EU zukommen in diesem und wenn nicht ein rigoroser Stopp eingeführt wird, wird das nächste Jahr noch dramatischer, denn es muß bei den überwiegend Wirtschaftsflüchtlingen der Eindruck entstehen: "Na, es geht doch".
So wird die EU weiter von innen und außen ausgedünnt mit "Fachleuten", mit welcher Qualifikation eigentlich? Auch die Steuerkassen werden bis zu zum bitteren Ende geplündert.

Herr Rene Weiß

01.06.2015, 13:40 Uhr

Wie kann man sich als (linker) Politiker hinstellen und behaupten, Deutschland könne "mehr" tun. Dann senden wir das Signal, egal wie viele sich auf den Weg in das gelobt "Land" Europa machen, wir helfen allen. Als ob wir Alle Afrikaner und Asiaten in Europa aufnehmen könnten. Der größte Teil Deutschlands ist doch jetzt schon zubetoniert. Gerade die Grünen müssten aufschreien.

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