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01.04.2015

14:55 Uhr

Einschätzung der Weltbank

Russlands Wirtschaft droht Abschwung

Die Sanktionen gegen Russland werden wohl noch bis 2016 in Kraft bleiben. Selbst danach könnten sie noch schädliche Folgen nach sich ziehen. Nicht nur deswegen droht dem Land laut Weltbank eine hartnäckige Rezession.

Der Rubel rollt nicht: Westliche Sanktionen machen der Wirtschaft in Russland zu schaffen. Ihre Aufhebung bindet die EU an einen Friedensplan. dpa

Russische Rubel

Der Rubel rollt nicht: Westliche Sanktionen machen der Wirtschaft in Russland zu schaffen. Ihre Aufhebung bindet die EU an einen Friedensplan.

MoskauRussland droht nach Einschätzung der Weltbank eine langwierige Rezession. Die Konjunkturaussichten hätten sich wegen der Sanktionen des Westens und des Ölpreisverfalls deutlich eingetrübt, hieß es in einem am Mittwoch vorgelegten Bericht des Instituts.

Darin wird für dieses Jahr einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 3,8 (Dezember-Prognose: minus 0,7) Prozent und für 2016 ein Minus von 0,3 (plus 0,3) Prozent vorausgesagt. Die mittelfristigen Wachstumsperspektiven werden als düster beschrieben. „Die hauptsächliche Herausforderung für Russland ist der anhaltende Mangel an Investitionen“, erläuterte Weltbank-Expertin Birgit Hansl.

Russland bezieht einen großen Teil seiner staatlichen Einnahmen aus dem Öl-Export. Die Prognosen der Bank beruhen auf der Annahme, dass sich der Ölpreis in den kommenden zwei Jahren allenfalls geringfügig erholen wird. Im unwahrscheinlicheren Falle eines deutlichen Anstiegs würde die Rezession 2015 entsprechend schwächer ausfallen, geht aus dem Bericht hervor.

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Die im Zuge der Ukraine-Krise gegen Russland verhängten Sanktionen dürften demnach noch bis 2016 in Kraft bleiben. Selbst nach einer Aufhebung könnten sie auf längere Sicht schädliche Folgen nach sich ziehen, warnte die Weltbank.

Von

rtr

Kommentare (9)

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Herr Vittorio Queri

01.04.2015, 15:43 Uhr

>> Nicht nur deswegen droht dem Land laut Weltbank eine hartnäckige Rezession >>

Diese Rezession geht den Russen am Ar*** vorbei. Die dadurch entstehende Rezession in der EUtopia wird aber einige Millionen Mitbürger leiden lassen !

Herr guckmaleiner an

01.04.2015, 16:18 Uhr

Und auf welcher sachlch faktischen Recherche Grundlage sehen Sie das so, und in welch konkretem Umfang in welchen Lebensbereichen der Real-EU wirkt sich das dann wie genau aus, sehr geehrter Herr Queri?
Ach ja, uns wieso geht den Russen eine Verarmung am verlängerten Rückende spurlos vorbei, wo die doch nichts mehr lieben als mit Kohle zu protzen?

Herr Klaus Emerott

01.04.2015, 16:20 Uhr

@queri
Putins kleine Rest-Sowjetzone hat die Wirtschaftskraft von Mexiko. Glauben Sie wirklich, Millionen Europäer leiden, weil Russland keine Äpfel aus Polen mehr importiert und sich IKEA-Küchen nicht mehr leisten kann?

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