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28.01.2011

23:25 Uhr

Einschnitte

USA droht Kairo mit Kürzung von Hilfsgeldern

Die Vereinigten Staaten haben der ägyptischen Regierung mit Einschnitten bei milliardenschweren Hilfsgeldern gedroht - wenn Kairo sich gegenüber den Demonstranten nicht bald mehr zurückhält. Gewalt gegen die eigene Bevölkerung ist für die USA keine Antwort. Jetzt erhöht US-Präsident Barack Obama den Druck auf den engen Verbündeten.

Robert Gibbs, Sprecher des Weißen Hauses. DAPD

Robert Gibbs, Sprecher des Weißen Hauses.

HB WASHINGTON. Die USA haben die ägyptischen Sicherheitskräfte zum Gewaltverzicht aufgerufen und Einschnitte bei ihrer milliardenschwerer Hilfe für Kairo angedroht. Die US-Regierung werde ihre Unterstützung unter die Lupe nehmen, sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Robert Gibbs, am Freitag. Man beobachte sehr genau die Schritte von Ägyptens Regierung, Polizei und Militär. Deren Verhalten könnte Einfluss auf die künftige US-Unterstützung haben, darunter auch die Militärhilfe, erklärte der Sprecher. Das arabische Krisenland ist ein enger Verbündeter Washingtons.

Die Missstände in Ägypten müssten „unverzüglich“ von der Regierung in Kairo angegangen werden. „Gewalt ist dabei nicht die Antwort“, sagte Gibbs. US-Präsident Barack Obama habe zunächst nicht direkt mit Mubarak gesprochen. Zwischen den Regierungen beider Länder bestünde aber auf mehreren Ebenen Kontakte. Gibbs appellierte auch an die Demonstranten, bei ihren Kundgebungen keine Gewalt anzuwenden. Von der Regierung verlangte er, soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter, die zur Kommunikation verwendet werden, nicht zu blockieren.

Obama ließ sich am Freitag von seinen Top-Sicherheitsberatern über der Lage in Ägypten informieren. Die Unterredung im Oval Office, an der auch Vizepräsident Joe Biden und der Nationale Sicherheitsberater Tom Donilon teilnahmen, habe rund 40 Minuten gedauert, meldete die Online-Zeitung „Politico“. Einzelheiten wurden nicht bekannt.

Das US-Außenministerium gab unterdessen wegen der Situation in Ägypten einen verschärften Reisehinweis heraus. US-Bürger wurden aufgerufen, nicht notwendige Reisen in das arabische Land zu verschieben. Die US-Fluggesellschaft Delta setzt unterdessen von Samstag an alle Flüge nach Ägypten aus.

Außenministerin Hillary Clinton rief die ägyptische Regierung auf, auf die Bevölkerung zuzugehen. „Wir glauben, dass die ägyptische Regierung sofort mit dem ägyptischen Volk über die Verwirklichung ökonomischer, politischer und sozialer Reformen sprechen muss.“ Die USA unterstützten die universellen Menschenrechte des ägyptischen Volkes, darunter die Meinungsfreiheit und das Versammlungsrecht. „Wir rufen die ägyptische Regierung auf, alles in ihrer Macht stehende zu tun, um die Sicherheitskräfte zu zähmen.“

Kommentare (1)

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Dummschule Deutschland

29.01.2011, 02:05 Uhr

Die USA meint, die Droge unter der sie selbst stehen verhilft auch allen anderen zu ihrem Glück.

Seine Existenz statt zu arbeiten, mit Geld drucken zu sichern. Und dieses dann auch noch weltweit unter der gesamten Menschheit verteilen. Wohlstand für alle und speziell in diesem Fall Millionen unter Abhängigkeit stehende Arme produziern.

Und jetzt ?
das Spiel kennen wir, das konnte ja keiner kommen sehen.
Mal schauen was wir alles noch nicht kommen sehen konnten. Es wird langsam ungemütlich, die Einschläge kommen näher.


Wie verkommen kann eine Kultur noch sein !!!!

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