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16.01.2014

12:13 Uhr

Eiszeit zwischen Moskau und Brüssel

Abendessen mit Putin ersatzlos gestrichen

EU und Russland haben sich derzeit wenig zu sagen: Ein für Ende Januar geplantes Gipfeltreffen wird angesichts der aktuellen Konflikte stark gekürzt. Nach zweieinhalb Stunden soll Putin wieder abreisen.

Wird in Brüssel niemanden zum Anstoßen haben: Der russische Präsident Wladimir Putin. ap

Wird in Brüssel niemanden zum Anstoßen haben: Der russische Präsident Wladimir Putin.

BrüsselAngesichts starker Spannungen zwischen der EU und Russland ist das Programm eines für Ende Januar in Brüssel geplanten Gipfeltreffens beider Seiten zusammengestrichen worden. Eine Sprecherin der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton bestätigte am Donnerstag in Brüssel, dass ein ursprünglich für den 27. Januar vorgesehenes Abendessen von Russlands Präsident Wladimir Putin mit dem EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy und Kommissionspräsident José Manuel Barroso sowie Ashton ersatzlos gestrichen worden sei.

Das Gipfelprogramm wurde auf zweieinhalb Stunden reduziert: Putin wird dem neuen Programm zufolge am 28. Januar um 13.30 Uhr in Brüssel eintreffen. Für 16.00 Uhr ist die Abschluss-Pressekonferenz geplant.

In Brüssel hieß es, der Gipfel habe „ein leicht geändertes Format“: Beide Seiten hätten vereinbart, ein „eingehendes Nachdenken zwischen den Spitzenpolitikern über Art und Richtung unserer Partnerschaft“ zu organisieren. Man werde „über gemeinsame Interessen ebenso wie über Differenzen“ sprechen.

Zwischen Russland und der EU gibt es derzeit Streit in einer Reihe wichtiger Fragen. EU-Diplomaten zufolge ist Moskau verärgert über die Nachbarschaftspolitik der EU im Osten Europas, vor allem über das Angebot eines Assoziierungsabkommens mit der Ukraine. Kiew hat dieses Abkommen nach russischem Druck vorerst auf Eis gelegt. Bei den von Moskau gewünschten Visa-Erleichterungen für die Einreise in die EU gibt es noch keine Fortschritte. Streit gibt es auch um die im Bau befindliche südeuropäische Gaspipeline „South Stream“.

Von

dpa

Kommentare (2)

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HofmannM

16.01.2014, 12:49 Uhr

Die EU und Deutschland machen momentan ALLES FALSCH! Wie ein beleidigter Pudel zieht sich die EU hier zurück. Anstatt mit Russland sich an einen Tisch zu setzen! Schande über diese Außenpolitik der EU und Deutschlands gegenüber Russland und anderen Staaten dieser Welt!

Hagbard_Celine

16.01.2014, 21:38 Uhr

Würde die Ukraine der EU beitreten hätte das viele negative Konsequenzen:

1. Es würde die EU Unsummen Geld kosten, vielleicht 3 mal so viel wie Gr.
Haben wir nicht schon genug Problemfälle in der EU ?

2. Die Entflechtung würde Russlands Wirtschaft schädigen und die der Ukraine.

3. Die starke polnische Minderheit in der Ukraine könnte die russische Minderheit
dort verfolgen, die Russische Politik wäre gezwungen zu reagieren. Wir hätten
wieder einen ähnlichen Mist wie die Deutschen nach WK1.

Was Putin bezüglich der Ukraine gemacht hat ist goldrichtig.

Russland ist Teil Europas genau wie Spanien oder Frankreich, es gibt keinerlei Grund
in Konkurrenzdenken zu verfallen.

Abgesehen davon hat er die von den USA geplanten Angriffskriege auf Syrien und den Iran vereitelt, deswegen bitte schön
den Friedensnobelpreis für Bärchen !

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