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04.01.2010

14:37 Uhr

El Kaida im Visier

Militärschlag im Jemen immer wahrscheinlicher

Der Jemen steht seit dem vereitelten Anschlag auf ein US-Passagierflugzeug an Weihnachten im Fokus. Jetzt mehren sich die Anzeichen für einen baldigen Militärschlag der Vereinigten Staaten: Zahlreiche Länder schlossen ihre Botschaften. In Deutschland wird schon in den nächsten Tagen mit einem Angriff gerechnet.

Die jemenitische Armee geht bereits gegen Extremisten vor (Archivbild). dpa

Die jemenitische Armee geht bereits gegen Extremisten vor (Archivbild).

dne/HB PARIS/SANAA/BERLIN. Nach den USA und Großbritannien haben inzwischen auch Japan und Frankreich ihre Botschaften im Jemen geschlossen. Der französische Botschafter habe zudem seine Landsleute im Jemen aufgerufen, besondere Vorsicht walten zu lassen und bis auf weiteres auf Reisen zu verzichten, teilte das Außenministerium in Paris am Montag mit.

Die japanische Nachrichtenagentur Kyodo berichtet, die Bearbeitung von Visums-Anträgen und andere Konsulatsdienste seien ausgesetzt worden. Eine mögliche Wiederaufnahme des Botschaftsbetriebs hänge von der örtlichen Sicherheitslage ab, hieß es.

Seit Sonntag sind auch die Botschaften der USA und Großbritanniens geschlossen. Zunächst hatte es von US-Seite geheißen, die Maßnahme sei nur für einen Tag vorgesehen. Begründet wurde die Schließung von der US-Botschaft mit Drohungen von El-Kaida-Terroristen gegen amerikanische Einrichtungen.

Ein Sprecher der Auswärtigen Amts in Berlin sagte dagegen, die deutsche Botschaft in Sanaa bleibe vorerst geöffnet. Die Sicherheitsvorkehrungen seien aber erhöht worden. Ungeachtet dessen wird im politischen Berlin mit einem einem baldigen Zuschlagen der USA gegen Terrorgruppen der El Kaida im Jemen gerechnet. „Präsident Barack Obama wird wahrscheinlich schon in den kommenden Tagen einen Militärschlag anordnen“, sagte werden der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rolf Mützenich, dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Dabei seien eher inneramerikanische Motive maßgeblich als sicherheitspolitische Notwendigkeiten. Obama werde versuchen, mit einem Militäreinsatz der Kritik der oppositionellen Republikaner an seinem vermeintlich zu unentschlossenem Vorgehen gegen den Terror zu begegnen.

Kommentare (1)

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Andreas S.

04.01.2010, 18:26 Uhr

Ein Glück, dass die WELTPOLiZEi USA uns allen die Freiheit zurück gibt.

Auf 300 POTENTiELLE Terroisten kommen warscheinlich wieder einmal tausende zivile Opfer!!!!

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