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19.01.2011

18:10 Uhr

Elena Kohutikova

Auf dem Weg ins Direktorium der EZB

VonStefan Menzel

Am Ende könnte sie das entscheidende Quäntchen mehr an Glück haben und den frei werdenden Direktorenposten in der EZB bekommen: die slowakische Bankmanagerin Elena Kohutikova. Die Regierung in Bratislava hat sie als Kandidatin nominiert, voraussichtlich im Februar wird der Posten besetzt. Ihr Konkurrent ist der belgische Notenbanker Peter Praet.

Elene Kohutikova könnte ins EZB-Direktorium aufsteigen. Pressebild

Elene Kohutikova könnte ins EZB-Direktorium aufsteigen.

WIEN. Die EZB in Frankfurt sucht einen Nachfolger für die österreichische Geldpolitikerin Gertrude Tumpel-Gugerell, die turnusgemäß Mitte dieses Jahres im Führungsgremium von Europas Notenbank ausscheidet. Und nach einer ungeschriebenen Regel sollte zumindest eine Frau im EZB-Direktorium vertreten sein. Favoritin für die Nachfolge ist die Bankmanagerin Elena Kohutikova. Über die Qualifikation der Slowakin gibt es keine Zweifel. In EZB-Kreisen werden die fachlichen Fähigkeiten der 57-Jährigen gelobt. Auch bei den Geschäftsbanken genießt sie einen tadellosen Ruf. „Sie ist wirklich gut, erste Wahl für die EZB“, sagt der Wiener Raiffeisen-Vorstandschef Herbert Stepic.

Stepic kennt sie ziemlich gut, Elena Kohutikova zählt derzeit nämlich noch zu seinen Konkurrenten. Die Slowakin ist stellvertretende Vorstandschefin der VUB-Bank in Bratislava, einer Tochter der italienischen Intesa-Bankengruppe. Die VUB ist die Nummer zwei in der Slowakei, gleich gefolgt von Raiffeisen. Allein mit der Erfahrung aus dem VUB-Posten hätte Elena Kohutikova allerdings keine Chance auf den EZB-Job. Entscheidend ist vielmehr, dass sie bis 2006 stellvertretende Notenbank-Chefin in der Slowakei war. Peter Praet genießt als Notenbanker einen genauso tadellosen Ruf. Deshalb hat er noch nicht verloren – aber am Ende könnte doch das Geschlecht entscheidend sein.

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