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07.01.2011

19:51 Uhr

Elfenbeinküste

Ghana lehnt Truppenentsendung in Krisenregion ab

Ghana will sich nicht an einem möglichen militärischen Sturz des amtierenden Präsidenten der Elfenbeinküste beteiligen. Die Truppen des Landes seien mit anderen Friedensmissionen in aller Welt ausgelastet, darunter bereits in der Elfenbeinküste, erklärte Präsident John Atta Mills am Freitag.

Der abgewählte Präsident der Elfenbeinküste Ouattara wird von 800 Blauhelmen bewacht. Quelle: Reuters

Der abgewählte Präsident der Elfenbeinküste Ouattara wird von 800 Blauhelmen bewacht.

HB ACCRA. Der international anerkannte Sieger der jüngsten Präsidentschaftswahl, Alassane Ouattara, hat die westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) um militärische Unterstützung bei der Machtübernahme gebeten. Amtsinhaber Laurent Gbagbo weigert sich seit über einem Monat, sein Amt zu räumen.

Die ECOWAS hat sich mit zwei Delegationen vor Ort vergeblich um eine diplomatische Lösung des Konflikts bemüht und inzwischen begonnen, eine militärische Option in Erwägung zu ziehen. Präsident Mills erklärte, er unterstütze die Entscheidung der ECOWAS, sei aber nicht in der Lage, für einen solchen Einsatz Truppen zur Verfügung zu stellen.

Im Rahmen von UN-Missionen in der Elfenbeinküste seien derzeit 500 Sicherheitskräfte aus Ghana im Einsatz, „die Herrn Alassane Ouattara beschützen“, sagte Mills auf einer Pressekonferenz. Der Wahlsieger hält sich in einem Hotel auf, wo er rund um die Uhr von etwa 800 Blauhelmen bewacht wird.

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