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08.04.2011

03:14 Uhr

Elfenbeinküste

Ouattara bittet EU um Ende der Sanktionen

Nach monatelangen Kämpfen bereitet in der Elfenbeinküste der gewählte Präsident Alassane Ouattara seine Machtübernahme vor. Der abgewählte Machthaber Laurent Gbagbo harrt aber noch in seiner Residenz aus.

Geschlossene Geschäfte und verlassene Marktstände in Abidjan. Quelle: dapd

Geschlossene Geschäfte und verlassene Marktstände in Abidjan.

AbidjanWährend sich der bisherige Machthaber Laurent Gbagbo weiter in seiner Residenz in der Wirtschaftsmetropole Abidjan verschanzt hält, kündigte Ouattara Schritte zur Normalisierung der Lage an.

In einem ersten Schritt habe er am Donnerstag die Europäische Union gebeten, ihre gegen die bisherige Regierung verhängten Sanktionen aufzuheben, sagte der international anerkannte Wahlsieger. Die gewaltsamen Auseinandersetzungen hätten das Land in eine humanitäre Krise gestürzt.

Ouattara will nach eigenen Bekunden nun die öffentliche Sicherheit und die Grundversorgung der Bevölkerung wiederherstellen sowie das Wirtschaftsleben in Gang bringen. So sollten die Banken ihre Geschäfte wiederaufnehmen, damit Gehälter und Rechnungen bezahlt werden können, sagte er in einer Rede, die vom französischen Fernsehsender LCI ausgestrahlt wurde.

Ouattaras Rivale Gbagbo weigert sich, seine Niederlage bei der Präsidentenwahl vom November 2010 anzuerkennen, die den Schlussstrich unter den Bürgerkrieg von 2002/03 ziehen sollte. In den seit fünf Monaten andauernden Kämpfen sind Tausende von Menschen ums Leben gekommen.

Nach Angaben des französischen Verteidigungsministers Gerard Longuet hat sich Gbagbo mit 200 Getreuen in seiner Residenz verschanzt. UN-Friedenstruppen halten sich in der Nähe in Bereitschaft. „Mir ist nicht bekannt, dass Ouattara in diesem Stadium um unser Eingreifen gebeten hat“, sagte ein UN-Sprecher.

Von

rtr

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