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15.05.2012

21:05 Uhr

Emissionshandel

Großteil der Airlines kooperiert mit EU

Trotz großer Proteste kooperiert der überwiegende Teil der weltweiten Fluggesellschaften mit der Europäischen Union beim Emissionshandel. Nur Airlines aus China und Indien missachten ihre Pflichten.

Mehr als 1200 Fluggesellschaften haben der EU Informationen über ihre Emissionen übermittelt. dapd

Mehr als 1200 Fluggesellschaften haben der EU Informationen über ihre Emissionen übermittelt.

BrüsselMehr als 1200 Airlines hätten die Vorgaben erfüllt und Informationen über ihre Emissionen übermittelt, sagte Klimakommissarin Connie Hedegaard am Dienstag. Lediglich acht chinesische und zwei indische Unternehmen seien dieser Aufforderung nicht nachgekommen. Diese Airlines hätten nun bis Mitte Juni Zeit, ihre Angaben nachzureichen. Hedegaard gab nicht an, um welche Fluggesellschaften es sich handelt.

Alle Fluggesellschaften, die von oder nach Europa fliegen, unterliegen seit Januar dem EU-Emissionshandelssystem. Demnach sind die verpflichtet, der EU Informationen über ihren CO2-Ausstoß zu geben. Diese prüft die Emissionsberichte und ermittelt, ob die Airlines über genügend Verschmutzungszertifikate verfügen. Die Airlines, die dies nicht tun, müssen mit Strafen oder sogar einem Start- und Lande-Verbot auf europäischen Flughäfen rechnen. Vor allem China, Indien und die USA hatten sich dem entgegengestellt.

Hedegaard bekräftigte, dass die EU eine weltweite Lösung über die internationale Luftfahrtorganisation ICAO befürworte. "Niemand wäre glücklicher als die EU, wenn sie dies erreichen könnte." Es wird erwartet, dass sich die ICAO im kommenden Monat mit den Fortschritten für ein globales Abkommen beschäftigt.

Das Emissionshandelssystem innerhalb der EU trägt nach Ansicht der Europäischen Kommission erste Früchte. Im vergangenen Jahr sei der Ausstoß von Treibhausgasen aus teilnehmenden Industrieanlagen um mehr als zwei Prozent zurückgegangen, sagte Klimakommissarin Connie Hedegaard am Dienstag in Brüssel. Anders als von manchen befürchtet sei die fragile wirtschaftliche Erholung dadurch keineswegs gehemmt worden.

Insgesamt gingen die Emissionen von Treibhausgasen aus Industrieanlagen im vergangenen Jahr trotz Wirtschaftswachstums um zwei Prozent auf 1889 Milliarden Tonnen CO2 zurück, sagte die Kommissarin: „Der Emissionshandel tut, was er soll: Er verringert die Emissionen.“

Kommentare (2)

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bjarki

16.05.2012, 04:14 Uhr

Ablasshandel nichts weiter. Abkassieren für unbewiesene Umweltthesen. Es wird ein " Luther " irgendwann irgendwelche Thesen irgendwo anschlagen, am besten direkt auf die deutschen Politikerbetonköpfe.

Account gelöscht!

16.05.2012, 10:39 Uhr

Die Quotenfrau sagt die Unwahrheit. US-Fluggesellschaften ist es untersagt an diesem Ablasshandel teilzunehmen. Aber jetzt wissen wir auch warum es bei und nur wärmer wird wenn wir die Heizung aufdrehen.

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