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15.03.2017

10:52 Uhr

Emmanuel Macron

„Ich kämpfe jeden Tag, damit Frau Le Pen nicht gewählt wird“

Der französische Präsidentschaftskandidaten Macron warnt, dass Europa an dem Programm Le Pens nach und nach zerbrechen würde, und will ihre Wahl verhindern. Macron selbst, gilt als aussichtsreicher Kandidat.

Der sozialliberale Kandidat Macron, der die Wahl als Unabhängiger antritt, wird am Donnertag die Bundeskanzlerin Angela Merkel besuchen. AFP; Files; Francois Guillot

Emmanuel Macron

Der sozialliberale Kandidat Macron, der die Wahl als Unabhängiger antritt, wird am Donnertag die Bundeskanzlerin Angela Merkel besuchen.

BerlinDer französische Präsidentschaftskandidat Emmanuel Macron hat vor den Folgen einer Wahl der rechtsextremen Kandidatin Marine Le Pen gewarnt. „Ich kämpfe jeden Tag, damit Frau Le Pen nicht gewählt wird“, sagt der 39-jährige ehemalige Wirtschaftsminister in einem Interview des ZDF.

Das Programm der Partei Front National führe „zu einer Verarmung der französischen Mittelschicht“, zu einer „Verarmung der französischen Industrie und Landwirtschaft“ und „nach und nach zum Zerbrechen Europas und der Eurozone“. Fünf Wochen vor dem ersten Wahlgang in Frankreich wird Kanzlerin Angela Merkel (CDU) den sozialliberalen Kandidaten Macron an diesem Donnerstag zum Gespräch in Berlin empfangen.

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Macron hatte früher als Wirtschaftsminister unter dem sozialistischen Präsidenten François Hollande gedient und tritt bei der Wahl als Unabhängiger an. Er gilt als aussichtsreichster Kandidat, um die Rechtspopulistin Le Pen in der entscheidenden Stichwahl am 7. Mai zu schlagen. Der Polit-Jungstar möchte die deutsch-französische Zusammenarbeit und die EU stärken.

„Mehr Zusammenhalt, mehr Solidarität und mehr Übereinstimmung zwischen unseren Ländern und unseren Wirtschaften“, gab er im ZDF-Interview als Parole aus. „Wir brauchen ein deutsch-französisches Paar, das der Euro-Zone neue Impulse gibt, wir brauchen ein Budget für die Euro-Zone, ein Parlament für die Euro-Zone und eine wirklich ausführende Regierung für die Euro-Zone, um die Reformen voranzutreiben.“

Von

dpa

Kommentare (1)

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15.03.2017, 11:21 Uhr

1. Macron soll erst mal im eigenen Stall sauber machen.
2. Europa wird nicht zerbrechen. Es wird die EU zerbrechen und die ist nicht Europa sondern ein Konstrukt von Finanz- und Wirtschaft Eliten...eine Konstrukt der Mächtigen, Medien und Politiker aber nicht der Bürger Europas.
3. Hat der Zerfall der EU mit dem Brexit schon begonnen und der Euro mit dem Bruch des Maastricher Vertrags.

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