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24.09.2014

12:30 Uhr

Empörung über „Starbucks Salute“

Obama und das Pappbecher-Fettnäpchen

Die USA führen Krieg, und Obama salutiert den Marines mit einem Pappbecher in der Hand. Skandal oder Petitesse? Viele regen sich nun auf: Mangelnder Respekt vor dem Militär ist für US-Politiker eine schwere Sünde.

Obama und das Pappbecher-Fettnäpfchen bei Instagram: „Chai-Tee runterspülender, Golf spielender, beim Basketball grölender Oberbefehlshaber“. Screenshot

Obama und das Pappbecher-Fettnäpfchen bei Instagram: „Chai-Tee runterspülender, Golf spielender, beim Basketball grölender Oberbefehlshaber“.

DüsseldorfEs ist ein Ritual seit Ronald Reagan: Wenn der amerikanische Präsident in seinen Hubschrauber ein oder-aussteigt, stehen Marines in Paradeuniform an der Treppe stramm und salutieren. Der Oberste Befehlshaber, so das Protokoll, erhebt dann ebenfalls die Hand zur Stirn. Ein Gruß, und ein Zeichen des Respekts für seine Truppen. Oder, wie das Handbuch der US Navy sagt: „Die wichtigste aller militärischen Gepflogenheiten“.  

Wahrscheinlich war Barack Obama einfach nur in Gedanken, als er bei seiner Ankunft mit der „Marine One“ am Dienstag in New York diesen Salut ins Lächerliche zog. Obama hielt beim Aussteigen einen Kaffee- oder Teebecher in der rechten Hand – diesen hob er halb in Richtung Stirn, streckte etwas die Finger, und latschte dann mit Sonnenbrille weiter.

„Ein Lügner, der das Militär verabscheut“

Nur ein Sturm im Pappbecher? Eine Kleinigkeit, die nach sechs Jahren Präsidentschaft und unzähligen Hubschrauber-Ausstiegen mal vorkommen kann?

Nicht ganz: Über Obama, den ohnehin schon unbeliebten Präsidenten, geht nun eine Welle der Empörung in den sozialen Netzwerken nieder. Mangelnder Respekt vor dem Militär ist neben mangelndem Patriotismus die schlimmste Sünde für einen amerikanischen Politiker. Und führt nicht das US-Militär seit Dienstag Krieg in Syrien?

Somit wird die Kaffeebecher-Petitesse, belegt durch ein Video (das Obama-Mitarbeiter selbst bei Instagram gepostet haben), zur neuen Image-Belastung für den Demokraten. Erst vor wenigen Wochen hatte Obama landesweit Entrüstung ausgelöst, als er kurz nach der Ansprache zur brutalen Enthauptung des US-Journalisten James Foley durch IS-Terroristen lächelnd über den sonnigen Golfplatz zog.

Die Reaktionen der Konservativen auf den „Starbucks Salute“ fallen nun entsprechend heftig aus. „Warte mal – hat Präsident Obama soeben den Marines mit einem Café Latte in der Hand salutiert?“, twitterte umgehend die Republikanische Partei. Der konservative Sender Fox News und die „Washington Times“ tobten, und Karl Rove, einst Intimus von Präsident George W. Bush, keifte: „Überrascht uns das?“ Obama sei ein „Chai-Tee runterspülender, Golf spielender, beim Basketball grölender Oberbefehlshaber“.

Kommentare (6)

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Herr Paul Müller

24.09.2014, 13:15 Uhr

Gähnn ... Militarismus wie vor hundert Jahren, aber sich über Militärparaden bei den Russen beschweren...

Herr Horst Meiller

24.09.2014, 13:16 Uhr

Also so etwas geht ja gar nicht! )o:)
Wenn es wenigstens eine heiße Teekanne, ein Wasserkocher oder ein Bügeleisen gewesen wäre... aber DAS?
INDISKUTABEL!

Herr never mind

24.09.2014, 15:06 Uhr

diese Person verdient es nicht Präsident der Verinigten Staaten zu sein. Er ist eine Schande !

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