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06.01.2014

19:43 Uhr

Energienutzung

EU-Konzerne stecken hohe Strompreise gut weg

Firmen in der Europäischen Union können die hohen Strom- und Gaspreise gut verkraften. Laut einem EU-Bericht leiden sie nicht so sehr wie Konzerne aus den USA – obwohl EU-Unternehmen mindestens das Doppelte zahlen.

Windturbinen vor Borkum. Laut einem Bericht der EU-Kommission leiden Unternehmen in der Europäischen Union nicht großartig unter den hohen Strom- und Gaspreisen. Reuters

Windturbinen vor Borkum. Laut einem Bericht der EU-Kommission leiden Unternehmen in der Europäischen Union nicht großartig unter den hohen Strom- und Gaspreisen.

Brüssel/LondonDie Unternehmen in der Europäischen Union (EU) können nach Einschätzung der EU-Kommission die hohen Strom- und Gaspreise bislang verschmerzen. Die Firmen steckten die große Differenz im Vergleich mit ihren US-Rivalen gut weg, wie aus einem EU-Dokument hervorgeht, das Reuters am Montag einsehen konnte. Jedoch müssten die Europäer künftig auf der Hut sein. Die volle Wirkung des großen Preisunterschieds könnte sich erst mit Verzögerung bemerkbar machen.

Energieverbraucher in der EU zahlen zwei Mal soviel für ihren Strom wie ihre amerikanischen Konkurrenten. Bei Erdgas müssen sie sogar vier Mal so viel auf den Tisch legen, weil die US-Konzerne von dem heimischen Fracking-Boom profitieren. Europäische Verbraucher sehen sich deshalb im Wettbewerb benachteiligt und haben sich bereits in Brüssel über die hohe Preisdifferenz beschwert. Ein EU-Gipfel zu dem Thema ist bereits für März anberaumt.

Durch effiziente Energienutzung konnten die europäischen Verbraucher den Preisabstand relativ gut verkraften, heißt es in dem Papier weiter. Die Handelsbilanz mit den USA sei weiterhin positiv für die EU. Zudem könnten mögliche zusätzliche Kosten für amerikanische Produzenten von Schiefergas für die Umwelt oder Gesundheit die Energiepreise in den USA zu einem späteren Zeitpunkt erhöhen.

Von

rtr

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