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04.01.2010

10:37 Uhr

Energiestreit

Weißrussland streitet Öl-Lieferstopp ab

Im Ölstreit zwischen Russland und Weißrussland hat Minsk Berichte über eine angebliche Unterbrechung russischer Lieferungen an das Nachbarland dementiert. Moskau pumpe trotz des Konflikts über einen neuen Liefervertrag weiter die vereinbarte Menge Öl nach Weißrussland.

Erst 2007 führte ein ähnlicher Konflikt zu Beeinträchtigungen der Öllieferungen nach Deutschland und Polen. ap

Erst 2007 führte ein ähnlicher Konflikt zu Beeinträchtigungen der Öllieferungen nach Deutschland und Polen.

MINSK/MOSKAU. Der Transport über die Pipeline „Druschba“ an die Kunden in der EU verlaufe normal, sagte eine Sprecherin des staatlichen Energiekonzerns Belneftekhim am Montag. Zwei Händler von russischen Ölproduzenten hatten am Sonntag erklärt, Russland habe ab dem 1. Januar seine Lieferungen an den Nachbarstaat eingestellt, nachdem sich die beiden Länder nicht über die Transit- und Abnehmerpreise einigen konnten. Der Ölpreis war daraufhin am Montag erstmals seit Mitte November über die Marke von 80 Dollar pro Fass geklettert. US-Öl kostete im Vormittagshandel 80,64 Dollar.

Erst vor drei Jahren führte ein ähnlicher Konflikt zu Beeinträchtigungen der Öllieferungen nach Deutschland und Polen. Über die Leitung „Druschba“, die nach Kapazität und Länge eine der weltweit größten Pipelines ist, bezieht Deutschland rund 15 Prozent und Polen mehr als drei Viertel seines Ölbedarfs. Europa erhält zudem ein Fünftel seines Gases aus Russland über Leitungen durch die Ukraine und Weißrussland.

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