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12.09.2012

20:54 Uhr

Energiewende

Japan will Atomausstieg angehen

Die japanische Regierung will in dieser Woche eine neue Energiestrategie vorstellen. Die Abkehr von der Atomenergie scheint ein Element des Plans zu sein. Eine gewaltige Herausforderung für das rohstoffarme Land.

Auf einer Demonstration im August forderten Japaner: Keine Atomkraftwerke! Reuters

Auf einer Demonstration im August forderten Japaner: Keine Atomkraftwerke!

TokioAnderthalb Jahre nach der Fukushima-Katastrophe wird in Japan ein Atomausstieg immer wahrscheinlicher. Ministerpräsident Yoshihiko Noda sagte am Mittwoch in Tokio, er respektiere, dass die Mehrheit der Bevölkerung eine atomfreie Gesellschaft unterstütze. Auch werde er die Empfehlung seiner Partei berücksichtigen, die Abhängigkeit von der Atomenergie bis 2030 zu beenden. In japanischen Medien hieß es am Mittwoch, der Atomausstieg sei bereits beschlossene Sache.

Es gebe verschiedene Wege, die Abhängigkeit von der Atomenergie zu reduzieren, sagte Noda. Seine Regierungspartei habe vergangene Woche vorgeschlagen, eine atomfreie Gesellschaft anzustreben, und dies müsse er ernst nehmen. Ende dieser Woche werde er eine neue Strategie präsentieren, die einen deutlichen Kurswechsel beinhalte.

Den japanischen Medienberichten zufolge ist künftig eine Begrenzung der Betriebszeit von Atomreaktoren auf 40 Jahre vorgesehen. Außerdem sollten keine neuen AKWs mehr gebaut werden, hieß es. Bestehende Anlagen, die bis auf wenige Ausnahmen vorübergehend vom Netz genommen wurden, dürften den Angaben zufolge erst nach strengen Sicherheitsüberprüfungen wieder hochgefahren werden. Parallel sei eine konsequente Förderung erneuerbarer Energien geplant.

Bis zur Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe im März 2011 hatte Japan bei seiner Energieversorgung stark auf Atomkraft gesetzt. Nach dem GAU im Kraftwerk Fukushima wurde dies jedoch zunehmend infrage gestellt. Im Mai waren vorübergehend alle 50 Reaktoren des Landes ausgeschaltet. Seit Juli sind zwei Reaktoren wieder in Betrieb.

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dapd

Kommentare (3)

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SteuerKlasseEins

14.09.2012, 13:16 Uhr

Der "Zickzack"-Kurs der deutschen und japanischen Regierungen beim Thema Energie zeigt ganz klar, daß staatliche Planwirtschaft einfach nicht funktioniert. Für Kraftwerke benötigt man sehr langfristige Planungssicherheit, da darf es einfach nicht sein, daß eine Regierung die nur für 4 Jahre gewählt ist, ein Kraftwerk das 10-20 Jahre benötigt um amortisiert zu sein, per Staatsbefehl aus rein techno-ideologischen Gründen "abschaltet". Es darf nicht sein, daß 100.000 Chaoten die ihr Leben damit verbringen, gegen eine Technologie zu demonstrieren, den Strom für 80.000.000 Deutsche verteuern indem sie die Politik - ausserhalb von Wahlen - beeinflussen.

Die Stromwirtschaft gehört deshalb in private Hände, Privatbesitz muss zu 100% sichergestellt sein. Die Planwirtschaft, Straf-Steuern und Transferzahlungen müssen aufhören. Lieber eine 100% private Stromwirtschaft mit vielleicht etwas mehr Instabilität und Komplexität, als eine staatliche Stromwirtschaft mit unsinnigen, wohlstandsvernichtenden Entscheidungen von Berufspolitikern und exponentiell steigenden Strompreisen.

herby

15.09.2012, 17:44 Uhr

EE ist nur bezahlbar wenn Sonne und Wind täglich 24 Stunden zur Verfügung stehen. Ansonsten werden Stromspeicher benötigt und die kosten einige Hunderttausend Euro.
Ökogas ist Methan, also hochexplosiv, dann lieber ein AKW in der Nähe.

Account gelöscht!

17.09.2012, 17:43 Uhr

Na komm Lobbyist,das kannst du doch besser!
Du ödest mich an mit deinen schlappen Lügen,die du augenscheinlich längst selbst müde bist zu wiederholen.

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