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11.01.2005

12:06 Uhr

Enge Zusammenarbeit mit Angehörigen der Opfer

Interpol identifiziert Opfer in Phuket

Interpol unterstützt die von der Flutkatastrophe in Südostasien stark betroffene thailändische Insel Phuket bei der Identifizierung von Opfern. DNA, Fingerabdrücke und Gebissdaten sollen helfen die gigantische Datenbank zu aktualisieren.

HB PHUKET. Das Zentrum, das in den Räumen einer Telekom-Firma auf der von der Flutkatastrophe in Südostasien stark betroffenen Insel untergebracht ist, soll vorwiegend als gigantische Datenbank dienen: Hauptaufgabe wird nach Angaben des leitenden forensischen Experten, Jeff Emery, sein, DNA, Fingerabdrücke sowie Gebissdaten von den Leichen mit ähnlichen Daten aus den Ländern der Vermissten abzugleichen. „Dies ist einmalig“, sagte Emery. „Das Zentrum verwendet die beste und neuste Technologie“.

Die Arbeit der etwa 60 Identifizierungsexperten aus 20 Ländern wird eine enge Zusammenarbeit mit der Polizei, Zahnärzten und den Familien der Opfer in Thailand ebenso wie in Dutzenden anderen Ländern erfordern. Emery zeigte sich zuversichtlich, dass schon bald erste Erfolge erreicht würden. Es dürfte aber realistisch sein, anzunehmen, dass die Arbeit länger als sechs Monate dauern werde.

In Thailand wurden seit der von einem Seebeben am 26. Dezember ausgelösten Flutwelle im Indischen Ozean 5309 Tote bestätigt, 3370 stehen auf den Vermisstenlisten. Die Regierung geht davon aus, dass diese unter den etwa 3700 noch zu Identifizierenden sind. Etwa die Hälfte der bislang identifizierten Opfer waren ausländische Touristen, die meisten von ihnen aus Nordeuropa. Bei der Katastrophe waren insgesamt mehr als 150.000 Menschen ums Leben gekommen. In Thailand werden auch noch zahlreiche deutsche Urlauber vermisst.

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