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08.07.2013

06:32 Uhr

Entscheidung steht noch aus

Noch keine Einigung auf neuen Regierungschef

Wer übernimmt die Macht? Nach dem Sturz des ägyptischen Präsidenten Mursi gibt es eine mögliche Annährung im Ringen um einen neuen Regierungschef. Neue Massenproteste schüren indes die Angst vor weiterer Gewalt.

Erneute Proteste

Hunderttausende demonstrieren in Ägypten

Erneute Proteste: Hunderttausende demonstrieren in Ägypten

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KairoBei der Suche nach einer Übergangsregierung in Ägypten hat es noch keinen Durchbruch gegeben. Am Sonntag noch kristallisierte sich plötzlich der liberale Wirtschaftswissenschaftler Siad Bahaa-Eldin nach stundenlangen Verhandlungen zwischen Liberalen und Islamisten als aussichtsreichster Kandidat für das Amt heraus, sagte ein Sprecher von Interimspräsident Adli Mansur. Der Wirtschaftsjurist sagte der ägyptischen Zeitung „Al-Ahram“ jedoch, es gebe noch keine offizielle oder endgültige Entscheidung. Die Salafisten wollen für das Amt des neuen Regierungschefs eine politische neutrale Persönlichkeit.

Auch Friedensnobelpreisträger Mohammed ElBaradei als Vizepräsidenten lehnen sie ab, wie Al-Arabija weiter berichtete. Laut „Al-Ahram“ sollte ElBaradei dieses Amt übernehmen. D er Oppositionsführer und der 48-jährige Bahaa-Eldin würden als „Team“ arbeiten, hieß es. Die Ernennung von ElBaradei zum neuen Chef der Übergangsregierung war am späten Samstagabend dementiert worden. Viele Ägypter stehen ElBaradei skeptisch gegenüber: Der Nobelpreisträger sei zu lange im Ausland gewesen, verstehe die Menschen im Land nicht, heißt es oft. Der Jurist trat 1964 in den diplomatischen Dienst seines Landes ein. 1984 kam er zur Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien, wo er 1997 zum Generaldirektor aufstieg. Die Geschicke der Behörde lenkte er bis Ende 2009.

Unterdessen kam es erneut zu Großdemonstrationen von Gegnern und Befürwortern des gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi. Hunderttausende Menschen gingen in der Hauptstadt Kairo und in der Hafenstadt Alexandria auf die Straßen. Größere Zwischenfälle wurden zunächst nicht gemeldet. Anhänger und Gegner des Präsidenten riefen zuvor zu neuen Massenprotesten auf, die Ernennung von Oppositionsführer Mohammed ElBaradei zum Ministerpräsidenten der Übergangsregierung scheiterte. Interimspräsident Adli Mansur drängte zu einem Ende der Spaltung im Land und forderte Mursis Muslimbruderschaft auf, sich dem politischen Prozess anzuschließen.

Die Organisation hinter den Demonstrationen, bei denen Millionen von Ägyptern vergangene Woche den Rücktritt Mursis gefordert hatten, hatte für Sonntag zu einer Großkundgebung auf dem Kairoer Tahrir-Platz aufgerufen, um Unterstützung für die neue Übergangsregierung zu demonstrieren. Auch die Unterstützer der Muslimbrüder drängten wieder auf die Straße. Angesichts der angekündigten Proteste verschärften die Streitkräfte die Sicherheitsvorkehrungen im Land. Das Militär warnte vor „provokativen Aktionen“ und kündigte an, Verstöße entschieden zu ahnden.

ElBaradei, der frühere Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), gilt als einer der erbittertsten Rivalen des abgesetzten Präsidenten Mursi. Schon während des Volksaufstands gegen den langjährigen Machthaber Husni Mubarak führte ElBaradei die Oppositionsbewegung an. Mubarak wurde schließlich Anfang 2011 gestürzt. Als die Revolution dann mehr als ein Jahr später im politischen Aufstieg der Muslimbrüder mündete, blieb ElBaradei eine führende Stimme der Opposition.

Am Freitag hatte die Muslimbruderschaft Mursis zu Protesten gegen dessen Entmachtung aufgerufen. Nach Einbruch der Dunkelheit kam es zu blutigen Zusammenstößen mit Gegnern Mursis. 36 Menschen kamen landesweit ums Leben, mehr als 1000 weitere wurden verletzt, wie Mohammed Sultan vom nationalen Ambulanzdienst mitteilte. Brennpunkte der nächtlichen Unruhen waren der Tahrir-Platz und die Nil-Brücke des 6. Oktobers in Kairo sowie Alexandria und das auf der Sinai-Halbinsel gelegene Al-Arisch.

Kurz zuvor hatte der Führer der Muslimbruderschaft, Mohammed Badia, vor Zehntausenden von Islamisten erklärt, die Muslimbruderschaft werde ihre Straßenproteste nicht beenden, bis Mursi wieder als Präsident eingesetzt sei.

Kommentare (6)

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maximilian@baehring.at

07.07.2013, 13:26 Uhr

Weniger "C" also Reiligion in der Politk würde uns auch gut tun. Man denke nur mal an die ganzen Sozio-familiären Elternschaften (Das sind jene die mit der Biologischen Wwhrheit nichts zu tun haben wie Adoptionen).

http://salomo.urlto.name

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http://sch-einesystem.tumblr.com/post/48460737236/bedingungslose-versorgung-mt

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http://www.thesun.co.uk/sol/homepage/news/4992722/Channel-4-plans-to-screen-Muslim-call-to-prayer-every-day-during-Ramadam-as-its-more-relevant-than-Diamond-Jubilee.html

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http://central.banktunnel.eu/20130707-1237-abriss-henninger-turm-pROOF-OF-LIFE.jpg

Ich will so ein "Sponsored by Jobcenter" Etikett "Freibier auf H(artz) IV"! Gibts nur gegen Pfandbeleg! Getauscht aus Wasseerflaschenpfand getauscht aus Lebensmittegutscheinen!

Jetzt bekommt jede Wasserflasche von der Sankt (!) Soundso Quelle einen "JUDENSTERN" also einen "ARMENSTERN" (Roland Kocjh wollte ja mal einen Reichstern einführen) FÜR SOZIALSCHAMROTZER draufgemalt!

Damit sie auf dem freien Pfandmarkt nicht mehr tauschbar ist. Und jedes Lebensmittel wird einzeln markiert (gefärbt) damit es auf dem Schwarzmarkt nicht mehr tauschbar ist, jawohl!

Und wie sie ihren Parteimitgliedsbeitrag für Ökolinx oder pro-nrw erweirstchaften intressiert mich nicht. Wer nicht arbeitet darf - anders als die Ausländer die mit ihrer Ökostromnachfrage die Landschft mit Windrädern und Solarparks verschandeln und nachher in die Heimat abhuaen wenn die LAndschaft ruiniert ist - nicht mehr seine Wahlrechte wahnehmen.

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/polit-freibeuter-in-der-krise-der-bundesparteitag-ende-november-soll-es-richten/7332328-2.html

mon_yburns@central.banktunnel.eu

07.07.2013, 14:57 Uhr

http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84gyptische_Luftstreitkr%C3%A4fte

Hoffentlich stützen NICHT die Russen oder Chinesen eine Regierung von Muslim Gnaden - dann geht es uns wie im Irak - die Militärtechnik die denen geliefert wurde wird dann gegen die Nato (das sind wir) eingesetzt. (Was wollte uns James Bond mit den entführten Raketen WIRKLICH sagen)
Die Ägypter brauchen ca 2½ Stunden bis nach Deutschland.

http://de.wikipedia.org/wiki/Jagdflugzeug#Luft.C3.BCberlegenheitsj.C3.A4ger

pressidentarmedjihad@dynip.name

07.07.2013, 15:35 Uhr

Könnte bei uns mit dem SÖLDNERHEER nicht passieren daß ein Einsatz des Militärs so den Volkswillen repräsentieren kann. Das ist das schöne daran wenn man sich drückt. Man kann den Mißbrauch von Waffen gegen die eigene Bevölkerung nicht wirklich verhindern. Die Linken sollten daher das Militär den rechten ultranationalistischen Patrioten überlassen. Da kann man dann beruhigt schlafen wenn die die Gewalt über sämtliche schweren Waffen im Lande haben.

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