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06.12.2011

20:22 Uhr

Entwicklungshilfe

USA setzen sich für Homosexuelle ein

Die USA wollen bei der Vergabe von Entwicklungshilfe auch darauf achten, wie tolerant das Empfängerland mit Schwulen und Lesben umgeht. Außenministerin Clinton prangerte Länder mit offener Diskriminierung an.

US-Außenministerin Hillary Clinton spricht in Genf. AFP

US-Außenministerin Hillary Clinton spricht in Genf.

WashingtonZur Stärkung der Rechte von Homosexuellen im Ausland wollen die USA bei der Vergabe von Entwicklungshilfe künftig auch den Umgang mit Schwulen und Lesben in den Empfängerländern als Kriterium ansetzen. Der Kampf gegen die Diskriminierung wegen sexueller Orientierungen sei eine globale Herausforderung, die im Streben der USA nach einer Förderung der Menschenrechte eine zentrale Stellung einnehme, sagte Präsident Barack Obama am Dienstag in einer Mitteilung.

Kurz nach Veröffentlichung der Absichtserklärung in Washington erläuterte US-Außenministerin Hillary Clinton die neuen Pläne am Abend in einer Rede in Genf. Die Rechte von Schwulen und Lesben verdienten die gleiche Aufmerksamkeit wie die Rechte von Frauen, sagte sie vor einer Versammlung von Diplomaten.

Clinton übte zugleich scharfe Kritik an Regierungen von Ländern, in denen Homosexualität zunehmend kriminalisiert oder offene Diskriminierung zugelassen werde. Die US-Außenministerin nannte dabei keine Länder beim Namen. Im Publikum in Genf saßen allerdings auch Vertreter von afrikanischen und arabischen Staaten, denen regelmäßige Verstöße gegen die Rechte von Schwulen und Lesben vorgeworfen werden.

Von

dapd

Kommentare (5)

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Oma

06.12.2011, 20:43 Uhr

Werden Familien jetzt offen diskriminiert? Länder die das machen verspielen ihre Zukunft wie man auch bei uns erkennen kann. Diese Länder sind dann später leichter zu kontrollieren, ohne eine starke nachwachsende Generation.
Das scheint der wahre Hintergrund zu sein und nicht die vorgeschobene Ablehnung von Antidiskriminierung.

Patrick

06.12.2011, 20:47 Uhr

Dann sollten sie erstmal die Rechte der Homosexuellen in ihre eigenen Federal Laws aufnehmen! Den Schutz vor Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung gibt es bis jetzt nur in Kalifornien.

moi

06.12.2011, 21:11 Uhr

@ Oma
In vielen Ländern werden Schwule&Lesben diskriminiert, geprügelt oder sogar getötet. Es hat überhaupt nichts mit Diskriminierung von Familien zu tun, wenn man sich dafür einsetzt, Menschen zu helfen die offensichtlich diskriminiert werden! Und Diskriminierung von Schwulen&Lesben führt auch nicht dazu, dass mehr Kinder gezeugt werden. Was für eine Logik ist das denn??

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