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16.04.2012

13:49 Uhr

Entwicklungsländer

EU will moderne Energieversorgung fördern

Die EU will eine moderne Energieversorgung in den Entwicklungländern vorantreiben, um dort die Wirtschaft anzukurbeln und dem Klimawandel entgegenzuwirken. Derzeit sind noch 1,3 Milliarden Menschen ohne Zugang zu Strom.

Windräder vor abendlichem Himmel. dpa

Windräder vor abendlichem Himmel.

Brüssel Durch die neue EU-Initiative „Energie für die Entwicklung“ sollten 500 Millionen Menschen mehr als heute bis 2030 Zugang zu nachhaltiger Energie haben, sagte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso am Montag auf einer Konferenz in Brüssel mit UN-Generalsekretär Ban Ki Moon. Die Kommission stellt im Rahmen der Initiative in den nächsten zwei Jahren unter anderem 50 Millionen Euro technische Hilfe bereit. Damit soll Fachwissen in den Entwicklungsländern für den Aufbau nachhaltiger Energieformen wie Sonnen-, Wind- und Wasserkraft bezahlt werden. In der Vergangenheit hat die EU beispielsweise in Uganda Geld gegeben, um Solarzellen und kleine Wasserkraftwerke für Menschen auf dem Land zu finanzieren.

Daneben will die EU-Kommission zusammen mit den Regierungen der Mitgliedsländer versuchen, bis zur UN-Konferenz Rio+20 im Juni zur nachhaltigen Entwicklung „zusätzliche Hilfe in Höhe von bis zu mehreren hundert Millionen Euro“ zu „mobilisieren“, wie sie mitteilte. Die EU ist weltweit in absoluten Zahlen der größte Geber an Entwicklungshilfe und hat in diesem Sektor die Energieversorgung zu einer Priorität gemacht. Nachhaltige Entwicklung sei ein „entscheidendes Thema für die Menschheit“, sagte Ban in Brüssel. Menschen, die jeden Tag mehrere Stunden Feuerholz sammeln müssten, könnten nicht anderweitig arbeiten. Die Wirtschaft leide und ebenso die Bildung. „Die Kinder können nicht im Dunkeln lernen“, sagte der UN-Generalsekretär. Die UNO will bis 2030 unter anderem den Anteil der erneuerbaren Energien im Weltenergiemix sowie die Energieeffizienz verdoppeln.

Nach Kommissionsangaben sind derzeit noch 1,3 Milliarden Menschen auf der Erde ohne Zugang zu Strom. Rund 2,7 Milliarden Menschen nutzen demnach Holz, Kohle oder tierische Fäkalien zum Kochen und Heizen ihrer Unterkünfte. Durch den Rauch werden viele krank, laut Kommission sterben daran fast zwei Millionen Menschen jedes Jahr. Darüber hinaus tragen die Abgase sowie das Abholzen zum Klimawandel bei.

Von

afp

Kommentare (2)

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vandale

16.04.2012, 14:48 Uhr

In den 70er Jahren krankte die Entwicklungshilfe daran das die Empfängerländer nicht soweit entwickelt waren als das sie die ihnen gegebenen Errungenschaften nutzen konnten. Krankenhäuser verroteten im Busch. Afrikanische Stammeshäuptlinge fuhren im Mercedes zu ihren Aemtern.

Heute scheint ein grosser Teil der Entwicklungshilfe ideologiegetrieben zu sein. Frauenförderung, Umwelt, Erneuerbare Energien sind die Schlagwörter unter denen linksorientierte, Geisteswissenschaftler auf Beamtenposten die Steuergelder verwerten.

Es ist schade um das Geld. Erstaunlich ist auch das sich die Menschen hierzulande Extremsteuern abziehen lassen damit dieses Geld dann ideologiegetrieben, wenig nutzenstiftend ausgegeben werden kann.

Vandale

Lisa

16.04.2012, 20:31 Uhr

Nur am Rande:


Hier die Bevölkerungsentwicklung (laut Weltbank):

Kenia 1960: 8 Millionen
Kenia 1975: 14 Millionen
Kenia 1990: 23 Millionen
Kenia 2009: 39 Millionen

1950 Äthiopien: 18 Millionen
2010 Äthiopien: 85 Millionen
2050 Äthiopien: 174 Millionen (geschätzt)

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