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27.06.2012

19:29 Uhr

EP-Präsident

Schulz sieht vor Gipfel große Differenzen

Der Präsident des EU-Parlaments Martin Schulz sieht große Differenzen vor dem Gipfel. Dabei dränge die Zeit: Man müsse nun endlich aus der Zinskrise kommen. Kommissionspräsident Barroso dämpft die Erwartungen.

Martin Schulz, Präsident des EU-Parlaments, ist Mitglied der SPD. Reuters

Martin Schulz, Präsident des EU-Parlaments, ist Mitglied der SPD.

BrüsselEU-Parlamentspräsident Martin Schulz ruft kurz vor dem Brüsseler Krisengipfel auf, Italien und Spanien von deren enormen Zinszahlungen zu entlasten. Schulz traf am Mittwoch in Brüssel mit EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso zusammen. „Wir müssen es nüchtern sehen: Es gibt große Differenzen am Vorabend des Gipfels.“

Bundeskanzlerin Angela Merkel habe sich im Hinblick auf gemeinsame Anleihen der Euroländer („Eurobonds“) festgelegt. „Das muss man zur Kenntnis nehmen, weil damit auch klar ist, es wird keine Eurobonds geben, zumindest nicht in absehbarer Zeit“, meinte der SPD-Europapolitiker.

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Vor dem Gipfel am Donnerstag und Freitag standen vor allem Italien und Spanien an den Finanzmärkten unter Druck. Madrid gestand ein, unter den jetzigen Bedingungen seinen Staatshaushalt nicht mehr lange finanzieren zu können.

Laut EU-Diplomaten wird hinter den Kulissen unter Hochdruck darüber beraten, wie beiden Ländern geholfen werden kann. Dabei geht es unter anderem um die Möglichkeit, den Euro-Krisenfonds EFSF Staatsanleihen aufkaufen zu lassen. Ob es dazu eine schnelle Lösung geben wird, ist aber offen. Ein Diplomat sagte: „Es sind noch 48 Stunden bis zum Mittagessen am Freitag.“ Dann werden die Staats- und Regierungschefs“ der 17 Euroländer zum Abschluss des Mammuttreffens in einer Runde zusammenkommen.

Barroso warnte ausdrücklich vor überzogenen Erwartungen an den Gipfel: „Es ist ein Fehler anzunehmen, dass man mit einem Gipfel die Märkte beruhigen kann.“ Der Portugiese fügte hinzu: „Ich erwarte vom Europäischen Gipfel, dass er eine Orientierung, eine Linie vorgibt.“ Dabei gehe vor um die künftige Integration der Eurozone. „Das wird erreicht werden, das ist auch im Interesse Deutschlands.“

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Von

dpa

Kommentare (7)

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Account gelöscht!

27.06.2012, 20:22 Uhr

Da ist ein Fehler in diesem Artikel: Richtig muss es heißen: Laut EU-Diplomaten wird hinter den Kulissen unter Hochdruck darüber beraten, wie den Banken geholfen werden kann"

Denn die Länderhaushalte bekommen keine Hilfe, auch nicht die Bürger.

Stargazer2000

28.06.2012, 11:00 Uhr

Dieser Hollande-Barroso-Wasserträger und die Hollande-A....kriecher-SPD-Troika soll doch aus ihrer eigenen Geldbörse den spanischen und italienischen Banken helfen und nicht die Zukunft unserer Kinder und Kindeskinder zugunsten dieses EU-Monsters und der PFIIGSZRBG .... aufs Spiel setzen!

SabineM

28.06.2012, 11:48 Uhr

Ich dachte, dieser Vollidiot heisst Schulz. Egal, nicht gewählt, nicht legitimiert, blamiert sich regelmäßig in diversen Talkshows mit Polemik und Unwissenheit.

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