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30.10.2014

16:42 Uhr

Epidemie

IWF rechnet mit Finanzlücken in Ebola-Ländern

Die Ebola-Seuche hat auch große wirtschaftliche Auswirkungen: Nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) brauchen Ebola-Länder dringend mehr Geld, um die Folgen der Viruserkrankung zu bewältigen.

Das Logo des Internationalen Währungsfonds (IWF), aufgenommen am Hauptsitz in Washington. dpa

Das Logo des Internationalen Währungsfonds (IWF), aufgenommen am Hauptsitz in Washington.

WashingtonDie von der Ebola-Seuche besonders betroffenen Länder Guinea, Liberia und Sierra Leone brauchen nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) dringend mehr Geld. Es gebe für das kommende Jahr einen großen Finanzierungsbedarf, sagte ein IWF-Sprecher am Donnerstag. Die Organisation prüft demnach noch, wie er auf die Geldnot der Staaten reagiert.

Der IWF hatte bereits im September zinslose Darlehen über 130 Millionen Dollar gebilligt. Damals schätzte er, dass die drei Länder insgesamt 300 Millionen Dollar benötigen, um die Folgen der Viruserkrankung zu bewältigen. An Ebola sind vor allem in Westafrika etwa 5000 Menschen gestorben. Auch die wirtschaftlichen Auswirkungen sind groß: Wegen der Seuche sind etwa Bergbau, Landwirtschaft und Dienstleistungsbranche gelähmt.

Wie sich Ebola verbreitet

Wann ist Ebola ansteckend?

Nur dann, wenn jemand bereits Symptome zeigt. Diese können allerdings unspezifisch sein. Die Krankheit kann mit Fieber, grippeähnlichen Schmerzen und Unterleibsschmerzen beginnen, später können Erbrechen und Durchfall folgen.

Wie breitet sich Ebola aus?

Durch Körperflüssigkeiten einer infizierten Person. Dazu zählen Blut, Schweiß, Erbrochenes, Urin, Kot, Speichel und Sperma. Diese Flüssigkeiten müssen bei einem anderen Menschen einen Eingangspunkt finden, sie können durch einen Schnitt oder Kratzer eindringen. Das Virus kann zudem weitergereicht werden, wenn jemand mit kontaminierten Händen die Nase, den Mund oder die Augen eines anderen berührt. Oder jemand wird mit den kontaminierten Flüssigkeiten angespritzt. Darum tragen Gesundheitsmitarbeiter Schutzhandschuhe und andere Schutzausrüstung.

Die Weltgesundheitsorganisation teilte mit, Blut, Stuhl und Erbrochenes seien die am stärksten ansteckenden Flüssigkeiten. In Speichel sei der Virus nur bei schwer erkrankten Menschen entdeckt worden, aus Schweiß sei er noch nicht entnommen worden.

Was passiert bei zufälligem Kontakt mit einem Infizierten?

Ebola wird nicht durch die Luft übertragen. Der Direktor der US-Seuchenbehörde (CDC), Tom Frieden, sagte, Menschen steckten sich nicht an, wenn sie beispielsweise nur in einem Bus neben einem Ebola-Patienten sitzen. „Es ist nicht wie bei der Grippe. Es ist nicht wie bei Masern, nicht wie bei der gewöhnlichen Erkältung. Es breitet sich nicht so aus“, sagte er.

Können Hunde das Virus übertragen?

Das weiß man noch nicht genau. Die Behörden schläferten den Hund der spanischen Krankenschwester ein, bei der Ebola diagnostiziert worden war. Es ist aber kein Fall dokumentiert, in dem jemals Ebola von einem Hund auf einen Menschen übertragen wurde. Aber es gibt eine Studie, nach der es möglich sein soll, dass Hunde Ebola bekommen können - ohne Symptome zu zeigen.

Wie wird vorgegangen, wenn ein Ebola-Verdacht besteht?

Die Krankenhäuser, die einen Verdachtsfall haben, informieren ihr Gesundheitsministerium oder die Seuchenbehörde. Dann wird eine Checkliste durchgegangen, um festzustellen, wie hoch das Risiko ist. So wird unter anderem gefragt, ob die Person von einem riskanten Kontakt mit einem bekannten Ebola-Patienten berichtet hat, wie krank sie ist und ob eine andere Diagnose wahrscheinlicher ist.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Manfred Zimmer

31.10.2014, 09:53 Uhr

Was steckt wirklich dahinter?

Es ist bekannt geworden, dass Kanada seit Jahren über einen Ebola-Impfstoff verfügt.

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