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16.01.2010

11:46 Uhr

Erdbeben

Clinton reist nach Haiti

Die USA weiten ihre Aktivitäten in Haiti aus: Damit die internationalen Hilfslieferungen schneller abgefertigt werden, haben sie die Kontrolle des Airports in der Hauptstadt Port-au-Prince übernommen. Auch US-Außenministerin Hillary Clinton wird vor Ort erwartet. Trotzdem läuft vier Tage nach dem verheerenden Erdbeben die Hilfe für die Menschen nur schleppend.

US-Außenministerin Hillary Clinton. Quelle: ap Quelle: ap

US-Außenministerin Hillary Clinton. Quelle: ap

PORT-AU-PRINCE/WASHINGTON/HAMBURG. Ein großes Problem für seine Regierung sei es, die Hilfsgüter aus aller Welt zu verteilen, sagte Haitis Präsident Réne Préval. Der US-Flugzeugträger „Carl Vinson“ war am Freitag in der Krisenregion eingetroffen, an Bord eine Anlage zur Aufbereitung von Trinkwasser und Versorgungsgüter. US-Außenministerin Hillary Clinton will sich selbst ein Bild über die Lage machen, sie wird am Samstag in Haiti erwartet. Tausende Leichen wurden nach Medienberichten am Freitag mit Lastwagen aus der Stadt gebracht und in einem Massengrab nördlich von Port-au-Prince beigesetzt.

In Berlin startete am Samstagmorgen ein Flugzeug mit Hilfsgütern. Die Maschine soll am Sonntagvormittag in der Krisenregion ankommen, sagte die Sprecherin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Svenja Koch. Das Flugzeug bringt eine mobile Mini- Klinik. Das Lazarett soll in der Krisenregion die medizinische Grundversorgung Tausender Menschen gewährleisten. Es kann innerhalb eines Tages aufgebaut werden. In sieben großen Zelten wollen die Helfer dann täglich bis zu 250 Patienten versorgen. Der Flughafen der Hauptstadt Port-au-Prince ist überlastet. Inzwischen haben die USA die Kontrolle des Airports übernommen, so sollen die internationalen Hilfslieferungen schneller abgefertigt werden.

Nach Angaben der Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ haben drei Millionen Menschen keinen Zugang zu Lebensmitteln, Wasser und sanitären Einrichtungen. Die Mitarbeiter hätten noch keine Probleme wegen möglicher Unruhen. „Die Bevölkerung ist aber noch immer sehr unruhig und es gibt viele Gerüchte über ein zweites Erdbeben und einen steigenden Meeresspiegel. Es könnte eine Panik auslösen. Es gibt auch Spannungen, da es nicht ausreichend Wasser und Nahrung gibt“, sagte Laurent Dedieu, logistischer Manager für die Projekte der Hilfsorganisation auf Haiti, laut einer Pressemitteilung vom Samstag.

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