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12.08.2014

02:23 Uhr

„Erfolgreiche Luftschläge“

Obama ist mit US-Einsatz im Irak zufrieden

Während die US-Luftwaffe weiter Angriffe im Irak fliegen, meldet sich Obama aus dem Urlaub und zeigt sich sehr zufrieden über den Einsatz. Unterdessen wurde am New Yorker Flughafen ein IS-Sympathisant festgenommen.

Pressekonferenz am Urlaubs-Domizil Martha's Vineyard: US-Präsident Barack Obama hat sich zufrieden über den Einsatz der US-Luftstreitkräfte im Nordirak geäußert. dpa

Pressekonferenz am Urlaubs-Domizil Martha's Vineyard: US-Präsident Barack Obama hat sich zufrieden über den Einsatz der US-Luftstreitkräfte im Nordirak geäußert.

ChilmarkUS-Präsident Barack Obama hat sich zufrieden über den Einsatz der US-Luftstreitkräfte im Nordirak geäußert. Die Luftschläge gegen Kämpfer der Miliz Islamischer Staat (IS) seien erfolgreich ausgeführt worden, sagte Obama am Montag in seinem Urlaubsort Martha's Vineyard. Auch die militärische Beratung der Iraker und Kurden sei intensiviert worden. US-Regierungsvertretern zufolge begannen die USA zudem mit direkten Waffenlieferungen an die kurdischen Peschmerga-Kämpfer. Diese sind Verbündete im Kampf gegen die IS-Miliz.

Die Luftangriffe gegen islamistische Milizen im Nordirak gingen weiter. Nach offiziellen Angaben der Streitkräfte griffen Kampfjets vier Kontrollposten der Milizen Islamischer Staat (IS) sowie Fahrzeuge der Extremisten nahe des Sindschar Gebirges an, wo Zehntausende Flüchtlinge verfolgter Minderheiten Zuflucht gefunden haben. Unter den getroffenen Fahrzeugen seien auch Schützenpanzer, hieß es. Alle US-Jets seien sicher zurückgekehrt.

Unterdessen wurde auf dem New Yorker Kennedy-Flughafen ein Amerikaner wegen Unterstützung der Terrorgruppe Islamischer Staat festgenommen. Der Mann sei bereits am 2. August vom FBI gefasst worden, meldeten die „New York Daily News“ am Montag. Er sei gerade nach acht Monaten aus dem Libanon zurückgekommen.

Der IS-Siegeszug – Chronik Teil 1

6. Januar 2014

Im Irak und in Syrien dehnt die Miliz Islamischer Staat (IS) ihr Terrorregime auf immer mehr Orte aus. IS gewann 2013 an Einfluss, als der Streit der von Schiiten dominierten irakischen Regierung mit sunnitischen Parteien eskalierte. Am 6. Januar besetzen IS-Rebellen Falludscha in der Provinz Anbar.

21. März 2014

IS liefert sich in der Provinz Dijala Kämpfe mit der Armee.

11. April 2014

Vor Gefechten in Anbar fliehen mehr als 400.000 Menschen.

10. Juni 2014

IS-Kämpfer nehmen Mossul ein. Im türkischen Konsulat werden fast 50 Geiseln genommen. Dazu kommen über 30 entführte türkische Lastwagenfahrer. Rund 500.000 Einwohner der Millionenstadt fliehen.

11. Juni 2014

IS kontrolliert weite Teile des Iraks. Dazu gehören Ninive, Anbar und Salaheddin mit den wichtigen Städten Baidschi und Tikrit.

12. Juni 2014

IS rückt weiter Richtung Bagdad vor. Regierungschef Nuri al-Maliki scheitert im Parlament mit dem Versuch, den Notstand ausrufen zu lassen.

13. Juni 2014

US-Präsident Barack Obama schließt ein Eingreifen von US-Bodentruppen aus, Washington bereite „andere Optionen“ vor. Auch Irans Präsident Hassan Ruhani sichert der schiitischen Regierung des Iraks Solidarität im Kampf gegen sunnitische Terroristen zu.

15. Juni 2014

Nachdem irakische Armee und kurdische Peschmerga-Kämpfer den Vormarsch der Dschihadisten gebietsweise stoppen konnten, führt IS den Kampf mit Videos und Fotos grausamer Exekutionen auch im Internet.

20. Juni 2014

Zweieinhalb Jahre nach Ende des Irak-Kriegs bereiten sich die USA auf neue Militärschläge im Land vor. Luftangriffe gegen IS-Rebellen sind nicht mehr ausgeschlossen. Außerdem seien die USA bereit, bis zu 300 Militärberater ins Land zu schicken.

24. Juni 2014

Angesichts des IS-Vormarsches wollen verfeindete Schiiten, Sunniten und Kurden im Irak rasch eine gemeinsame Regierung bilden. Al-Maliki lehnt diese ab und verschärft damit die Krise.

Der 44-Jährige sei vorbestraft und wegen verschiedener Waffendelikte aufgefallen. Er soll unter dem Pseudonym Abu Omar al Amreeki die islamistische Terrorgruppe per Twitter aus dem Libanon unterstützt und Straftaten vorbereitet haben.

„Es ist möglich, dass er Waffen für die Organisation geschmuggelt hat“, zitiert die Zeitung eine Staatsanwältin. Zudem soll er sich auf den „Heiligen Krieg“ in Syrien vorbereitet haben. Er selbst habe sich als islamischen Rebellenkrieger bezeichnet.

Kommentare (3)

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Herr Günther Schemutat

12.08.2014, 08:32 Uhr

Trotz aller Kritik an den Amerikanern, müssen alle erkennen,dass es ohne Amerka nicht geht. Gebe es die Amerikaner nicht mit ihrer Stärke, sehe die Welt noch schlimmer aus.

Das Gegenteil ist Deutschland halbislamischer Staat dank Deutscher Politiker ,deren Muslime überwiegend Erdogan wählen,den ISIS Unterstützer und somit hat er Anteil an Mord und Totschlag seiner ISIS KÄmpfer. Seine Wähler in Deutschland sollten ihre Sachen packen und zu ihrem Führer in die Türkei ziehen.

Ein innerdeutscher Konflik ist nicht mehr aufzuhalten und steht bereits vor der Tür.

Die Wendepolitiker in Berlin von Mißfelder,Roth,Trittin,Gabriel,Özdemir und Co Jahrzehnte lang Unterstützer von Erdogan der auch die Kurden über die Isis bekämpfen will , drehen sich schon im Wind.

Aber das ist zu spät! Ein Beitritt zur EU war schon vor 5 Jahren abzulehnen und die Türkei muss auch raus aus der Nato. Mit diesen Politikgangster wird die Türkei in der Region viel Unruhe stiften.

Deutschland das zu feige ist die Kurden mit Waffen zu unterstützen, will aber sonst überall mit Soldaten mitmischen. Hier im Irak ist es notwendig die Kurden zu unterstützen, auch wenn Erdogan das den Deutschen Politikern verbietet. Die Kurden müssen gegen Türken geschützt werden.

Frau Dagmar Kohlrausch

12.08.2014, 10:06 Uhr

"Trotz aller Kritik an den Amerikanern, müssen alle erkennen,dass es ohne Amerka nicht geht. Gebe es die Amerikaner nicht mit ihrer Stärke, sehe die Welt noch schlimmer aus."

Das kann man auch anders sehen. Ich erinnere an Saddam Hussein, der sicherlich kein Menschenfreund war. Aber solange er an der Macht war, gab es einen geordneten Staat. Die unterstellten Massenvernichtungswaffen wurden nie gefunden.

Ich erinnere an Gaddafi in Libyen. er nutze das Geld aus Öl- und Gasvorkommen im Inneren des Landes und es ging den Menschen (sozial gesehen) gut. Natürlich lag dort vieles im Argen, aber das Land wurde geführt. Heute ist Libyen ein Trümmerhaufen, den es ohne das Eingreifen der USA nicht geben würde.

Herr Günther Schemutat

12.08.2014, 13:30 Uhr

@ Dagmar Kohlrausch

Aus diesen Grund wird Erdogan von Deutschen Politiker unterstützt. Lieber einen kommenden Diktator mit IS Gedankengut unterstützen ,als eine instabile Türkei. Leider gilt das nicht für Syrien wo Assad gegen die Isis kämpft und von Deutschland als Feind gesehen wird.

In einer Diktatur ist der Diktator und vermutlich Familie für den Zustand in seinem Land verantwortlich.

In einer Demokratie ist der Wähler für den Zustand in seinem Land allein verantwortlich.

Die Türken haben sich entschieden für einen Gottestaat nach ISIS Muster. Aber bitte nicht in Deutschland wo es gefühlsmässig schon mehr Kopftücher und Burkas gibt als in Istanbul z.B.

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