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10.01.2013

13:39 Uhr

Eric Schmidt besucht Nordkorea

Googles Geschenk für den Diktator

VonFinn Mayer-Kuckuk

Offiziell macht sich Eric Schmidt für den stärkeren Einsatz von Handys in Nordkorea stark. Doch der Verwaltungsratsvorsitzende von Google gerät nach seinem umstrittenen Ausflug in das verschlossene Land in Erklärungsnot.

Eric Schmidt beim Zwischenstopp in Peking. AFP

Eric Schmidt beim Zwischenstopp in Peking.

Google-Chairman Eric Schmidt war bemüht, seine Nordkorea-Reise als Erfolg zu verkaufen: „Wir haben ihnen die Alternativen klar gemacht“, sagte er am Donnerstag in Peking in Hinblick auf seine Gesprächspartner in Pjönghang. „Ihre Entscheidung, sich zu isolieren, macht es ihnen schwerer, wirtschaftlich aufzuholen.“ Der US-Politiker Bill Richardson, in dessen Gefolge der Google-Mann unterwegs war, unterstützte Schmidt: „Wir haben die Nachricht gebracht, dass Nordkorea von mehr Offenheit profitierten würde.“

Eine ganze Meute von Journalisten verfolgte am Terminal 2 des Pekingers Flughafens die beiden prominenten Amerikaner, die sich in das Eremitenland gewagt hatten. Während des Umsteigens auf der Rückreise in die USA waren Schmidt und Richardson bereit, Fragen zu ihrer Nordkorea-Reise zu beantworten.

Es gelang den beiden dabei nicht, ein ungutes Gefühl zu vertreiben. Denn unterm Strich gilt der Nordkorea-Besuch des Duos vor allem als Propaganaerfolg für Kims Regime. „Sie werden von der Diktatorenfamilie Kim benutzt, um ihre internationale Legitimation zu fördern“, sagt der hochrangige US-Diplomat John Bolton über Amerikaner auf Kuschelkurs mit den Kims.

Denn eines ist klar: Google wird auf absehbare Zeit im Norden Koreas keine Geschäfte machen (es gibt dort weder Werbung noch das Internet). Ebenso unwahrscheinlich erscheint es, dass Kim sich nun am Kopf kratzt und den den nordkoreanischen Bürgern plötzlich das Netz öffnet. Selbst die benachbarte Technik- und Weltraumnation China enthält ihren Bürgern immer noch große Teile des Webs vor.

Statt dessen konnte Kim seinen Untertanen und der ganzen Welt signalisieren, dass sein Land nicht so komplett von der Weltgemeinschaft ausgeschlossen ist, wie es scheint. Kommen nicht sogar Top-Manager aus Amerika und plaudern mit den eigenen Studenten über Technik? Fast noch wertvoller: Die Bilder von Schmidt vor dem kommunistischen Dynastiegründer Kim Il-Sung, der in Nordkorea wie ein Gott verehrt wird.

Kommentare (1)

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Auenland

25.06.2013, 12:55 Uhr

"Die sozialistische Mangelwirtschaft des Landes hat in den vergangenen 15 Jahren öfter Hungersnöte zugelassen, während das Regime ein provokantes Atomprogramm vorangetrieben hat."

Kein Wort vom Embargo der WeltreGIERer? Das Opfer ist also selber schuld. Wozu braucht Nordkorea Atombomben, es wird doch von niemandem bedroht. Atombomben dürfen nur die selbsternannten Auserwählten besitzen, die ständig andere Länder überfallen, erpressen und bedrohen.

Wieso gibt sich ein Mensch her, so einen Artikel zu schreiben? Da ist es doch besser Harz-IV zu beziehen, als sich so zu Prostituieren.

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