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03.01.2011

08:05 Uhr

Eric Schneiderman

Der neue „Sheriff der Wall Street“ gibt sich zahm

VonRolf Benders

Mit dem Jahreswechsel hat der 56-jährige Karrierepolitiker Eric Schneiderman als Nachnachfolger des gefürchteten "Sheriffs der Wall Street", Eliot Spitzer, das Amt des New Yorker Generalstaatsanwalts übernommen. Der Jurist, gilt als deutlich zahmer als seine beiden Vorgänger Spitzer und Andrew Cuomo.

Die Wall Street hat einen neuen "Sheriff". dpa

Die Wall Street hat einen neuen "Sheriff".

NEW YORK. Schneidermann hatte vor seiner Zeit im Senat des Bundesstaates New York 15 Jahre lang als Anwalt Finanzfirmen vor Gericht vertreten. Er verstehe das Geschäft der Wall Street und sei daher weniger leicht hinters Licht zu führen, sagte er vor kurzem in einem Zeitungsinterview. "Aber ich verstehe auch, dass die überwältigende Mehrheit der Akteure in der Finanzbrachen gute Menschen sind, die nur für sich und ihre Kunden Geld verdienen wollen", fügte er hinzu.

Die Aufgabe des New Yorker Generalstaatsanwalts besteht grundsätzlich darin, für die Öffentlichkeit wichtige juristische Fragen aus allen Lebensbereichen vor Gericht klären zu lassen. Erst unter dem von 1999 bis 2006 amtierenden Eliot Spitzer, der unter anderem Analystenskandale im Internetboom publikumswirksam verfolgte, bekam das Amt den Titel "Sheriff der Wall Street". Spitzers Nachfolger, Andrew Cuomo, trat in dessen Fußstapfen.

Vieles deutet darauf hin, dass Schneiderman dem Amt das ursprüngliche Profil zurückgeben wird. Als Spitzer und Cuomo ins Amt gekommen seien, sei die Regulierung der Banken noch nicht so weit gewesen, sagte Orin Snyder, Mitglied im Team von Schneiderman. "Die Welt hat sich seither verändert." Schneiderman werde sich wohl mehr auf Bürger- und Verbraucherrechte konzentrieren.

Kommentare (1)

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Romeo

03.01.2011, 10:10 Uhr

"Aber ich verstehe auch, dass die überwältigende Mehrheit der Akteure in der Finanzbrachen gute Menschen sind, die nur für sich und ihre Kunden Geld verdienen wollen"

Lol! ich welcher Welt lebt Schneiderman eigentlich?
Es geht um Geld, Gier, Macht und nix anderes.
Die banker würden ohne mit der Wimper zu zucken ihren eigenen Großmüttern hochriskanten Giftmüll verkaufen wenn man sie lässt.

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