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03.02.2017

11:05 Uhr

Ermittlungen gegen Roms Bürgermeisterin

Das Acht-Stunden-Verhör

Die italienische Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Roms Bürgermeisterin wegen Amtsmissbrauchs und Falschaussage. Aus diesem Grund vernahmen die Beamten Virgina Raggi acht Stunden. Was dabei rum kam, ist noch unklar.

Die Staatsanwaltschaft hat Roms Bürgermeisterin acht Stunden ins Verhör genommen. AP

Virginia Raggi

Die Staatsanwaltschaft hat Roms Bürgermeisterin acht Stunden ins Verhör genommen.

RomRoms Bürgermeisterin Virginia Raggi ist acht Stunden lang von der Staatsanwaltschaft in der italienischen Hauptstadt vernommen worden. Gegen sie wird wegen Amtsmissbrauchs und Falschaussage ermittelt. „Ich habe auf alle Fragen geantwortet“, sagte sie der Nachrichtenagentur Ansa nach dem Verhör kurz nach Mitternacht am Freitag. Was die Vernehmung ergab, wurde nicht bekannt. Das Verhör fand an einem geheimen Ort statt und nicht im Justizpalast der Stadt.

Raggi von der euro-kritischen Fünf-Sterne-Partei war in ihrer Heimatstadt mit dem Versprechen angetreten, Polit- und Mafiaskandale zu beenden. Die Politikerin sieht sich aber nicht nur wegen der Vorwürfe heftiger Kritik ausgesetzt, sondern auch wegen des Organisationschaos in der Stadtverwaltung. Mehrere ihrer Mitstreiter sind schon zurückgetreten.

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Virginia Raggi hat die Kommunalwahlen in Rom ohne politische Erfahrung mit einem Rekordergebnis gewonnen. Nun muss die 38-jährige Alleinerziehende beweisen, dass sie ihre Pläne für die Problemstadt umsetzen kann.

In der italienischen Presse waren am Freitag neue Vorwürfe gegen die 38-Jährige Thema Nummer eins, die die Wochenzeitung „L'Espresso“ während der Vernehmung veröffentlicht hatte. Dabei geht es um eine Lebensversicherung mit einer Summe von 30.000 Euro zugunsten Raggis, die deren Vertrauter Salvatore Romeo vor ihrer Wahl zur Bürgermeisterin im Juni 2016 abgeschlossen haben soll.

Nach der Wahl soll Raggi Romeos Gehalt deutlich erhöht haben, und sie beförderte ihn zum Bürochef. Raggi sagte Ansa, von der Lebensversicherung habe sie nichts gewusst.

Von

dpa

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