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21.01.2005

18:53 Uhr

Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung

Pinochet benutzte acht Pässe mit gefälschten Namen

Der frühere chilenische Diktator Augusto Pinochet hat nach Presseberichten mindestens acht verschiedene Pässe mit falschen Namen für die Eröffnung geheimer Bankkonten in den USA genutzt.

SANTIAGO DE CHILE. So habe der 89-Jährige Ausweise auf die Namen Daniel López oder José Ramón Ugarte besessen, berichtete die Zeitschrift „Diario Siete“ (Santiago). Der Richter Sergio Muñoz, der gegen den 89-Jährigen wegen der unklaren Herkunft der Dollarmillionen auf Konten der US-Bank Riggs ermittelt, hatte vor kurzem mitgeteilt, er habe bereits vier Pässe mit verschiedenen Namen Pinochets. Die Verteidigung Pinochets machte geltend, die Pässe seien nicht gefälscht, sondern dem früheren Machthaber von den Sicherheitsbehörden ausgestellt worden.

Es wurde erwartet, dass der Richter bald die Aufhebung der Immunität Pinochets für eine Anklage wegen Steuerhinterziehung sowie Unterschlagung öffentlicher Gelder und Bestechlichkeit beantragen werde. Die Bankkonten in den USA haben das Ansehen Pinochets auch bei seinen Anhängern in Mitleidenschaft gezogen. Wegen Mordes und Entführung während der Militärdiktatur zwischen 1973 und 1990 steht Pinochet bereits unter Anklage.

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