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15.08.2016

14:07 Uhr

Erneute Unruhen in Milwaukee

Polizei berichtet von Schüssen bei Protesten

Nachdem ein Polizist einen 23-Jährigen Schwarzen erschossen hatte, eskalieren in der US-Stadt Milwaukee erneute Proteste. Die Polizei berichtet von Schüssen, doch die Lage ist unklar.

Schon am Wochenende kam es in Milwaukee bei Protesten gegen Polizeigewalt gegenüber Schwarzen zu Unruhen. In der Nacht auf Montag flammten die Proteste wieder auf. AP

Proteste in Milwaukee halten an

Schon am Wochenende kam es in Milwaukee bei Protesten gegen Polizeigewalt gegenüber Schwarzen zu Unruhen. In der Nacht auf Montag flammten die Proteste wieder auf.

MilwaukeeBei erneuten Protesten in der US-Stadt Milwaukee nach tödlichen Polizeischüssen auf einen bewaffneten Schwarzen sind nach Polizeiangaben Schüsse gefallen. Ein Opfer sei in einem gepanzerten Fahrzeug gerettet und ins Krankenhaus gebracht worden, teilte die örtliche Polizei in der Nacht zum Montag (Ortszeit) über Twitter mit. Nähere Angaben machte sie zunächst nicht. Zuvor hatten demnach Demonstranten an einer Kreuzung den Verkehr blockiert und die Ordnungshüter mit Gegenständen beworfen, woraufhin die Polizei Festnahmen wegen illegaler Versammlung ankündigte.

Eine Nacht zuvor hatte es in Milwaukee schwere Krawalle gegeben, nachdem ein Polizist einen 23-Jährigen erschossen hatte. Der Gouverneur des Bundesstaates Wisconsin, Scott Walker, hatte daraufhin die Nationalgarde zur Unterstützung der Polizei aktiviert. Nach Polizeiangaben hatten Streifenbeamte am Samstag ein „verdächtiges“ Fahrzeug angehalten, und die beiden Insassen seien geflüchtet. Einer von ihnen, der 23-Jährige, habe eine Waffe in der Hand gehabt und sich geweigert, sie fallenzulassen. Daraufhin habe einer der Polizisten auf ihn geschossen und ihn getötet.

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Zuletzt hatte es in verschiedenen Teilen der USA immer wieder Proteste gegen exzessive Polizeigewalt gegen Schwarze gegeben. In diesem Fall waren der Erschossene und der Schütze Afroamerikaner. Der 23-Jährige hatte der Polizei zufolge eine kriminelle Vorgeschichte.

Von

dpa

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