Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

08.10.2014

04:11 Uhr

Erneutes Blutvergießen

Ukraine bittet um 1500 OSZE-Beobachter

200 Beobachter der OSZE sind derzeit in der Ostukraine, 500 sollen es werden. Doch der ukrainische Präsident Poroschenko bittet um deutlich mehr. Unterdessen wirft Russland der Ukraine mangelnde Transparenz vor.

Separatisten in der Nähe des Flughafen von Donezk: Die Waffenruhe in der Ukraine ist brüchig. Russland fordert die ukrainische Führung auf, den Beschuss einzustellen. dpa

Separatisten in der Nähe des Flughafen von Donezk: Die Waffenruhe in der Ukraine ist brüchig. Russland fordert die ukrainische Führung auf, den Beschuss einzustellen.

Jagodyn/DonezkZur Überwachung der brüchigen Waffenruhe in der Ostukraine sind aus Sicht der Führung in Kiew deutlich mehr Beobachter nötig. Präsident Petro Poroschenko bat die Botschafter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) bei einem Treffen am Dienstag, mindestens 1500 Mitarbeiter ins Konfliktgebiet zu schicken.

Bislang war die OSZE mit rund 200 Beobachtern vertreten. Eine Ausweitung auf 500 ist angekündigt. Zudem sollen Drohnen zum Einsatz kommen. Zwei trafen am Montag in Kiew ein. Poroschenko zufolge soll die Lieferung von mindestens 29 unbemannten Fluggeräten bis zum 13. Oktober abgeschlossen sein.

Schießereien und Tote in mehreren Orten

Nach tagelangen Kämpfen bei der Separatistenhochburg Donezk kam es auch im benachbarten Lugansk wieder zu Blutvergießen. Mindestens drei Zivilisten seien bei Artilleriebeschuss in den vergangenen 24 Stunden getötet worden, teilte die Gebietsverwaltung mit. In Donezk starben im selben Zeitraum nach Behördenangaben vier Menschen bei Gefechten. Mehrere wurden verletzt.

Regierungstruppen und prorussische Separatisten kämpften weiter um den Flughafen von Donezk. Das ukrainische Militär wehrte nach eigenen Angaben einen Angriff der Aufständischen ab. Die Armee hält dort seit Wochen das alte Terminalgebäude besetzt.

Auch in der Nähe der Orte Mariupol, Stschastje und Debalzewo gerieten Soldaten demnach unter Beschuss. Mindestens fünf Armeeangehörige wurden getötet, wie der Sicherheitsrat in Kiew mitteilte. Auch die Aufständischen berichteten von Toten in ihren Reihen.

Kommentare (3)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Vittorio Queri

08.10.2014, 12:30 Uhr

>> Diese bringen die Hilfsgüter in die Städte Charkow, Slawjansk, Mariupol, Saporoschje und Dnjepropetrowsk, die von den Behörden in Kiew kontrolliert werden >>

Aus den o.g. Städten war nur Slawjansk in die kriegerischen Auseinandersetzungen eingeschlossen und sehr in Mitleidenschaft gezogen worden.

Welche humanitäre Hilfe die "Anderen" Städte der Ukraine benötigen, werden wohl nur die "dämlichen" Deutsche Behörden wissen, die unsere Steuergelder an die Junta verteilen !

Frau Margrit Steer

08.10.2014, 13:43 Uhr

Soll doch Obama helfen, er hat die Kriegszündelei ja begonnen

Herr Ragin Allraun

08.10.2014, 14:26 Uhr

Nee, nee Margrit,

das hat der Obama mit der EU zusammen gemacht und ganz vorne weg die olle Mutti und Steini.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×