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05.01.2005

10:21 Uhr

Erste Präsidentenwahl seit 1996

1,8 Millionen Palästinenser dürfen abstimmen

Mit mindestens für 48 Stunden haltbarer Tinte soll Betrug bei der palästinensischen Präsidentenwahl am 9. Januar verhindert werden. Um mehrfache Stimmabgabe zu verhindern, müssen die Wähler ihren rechten Daumen mit der Tinte markieren.

HB RAMALLAH. Dies geschieht unter den wachsamen Augen von etwa 400 Beobachtern aus aller Welt, darunter auch der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter.

Von insgesamt 1,8 Millionen Palästinensern im wahlfähigen Alter haben sich nur 1,3 Millionen offiziell registrieren lassen. Deshalb soll nicht nur das Wählerregister sondern auch das Einwohnermelde- Register als Basis für die Stimmabgabe dienen. So kann jeder Palästinenser über 17 an der Wahl eines Nachfolgers für Jassir Arafat teilnehmen.

Palästinenser können ihre Stimmen zwischen 6 Uhr und 18 Uhr in mehr als 1 000 Wahllokalen in 16 Wahlbezirken im Westjordanland einschließlich Ost-Jerusalem sowie im Gazastreifen abgeben. Dänemark hat für die Wahl 2 900 Wahlurnen gespendet.

Mit ersten Ergebnissen der ersten Präsidentenwahl seit 1996, bei der insgesamt sieben Kandidaten antreten, wird in der Nacht zum Montag gerechnet. Das offizielle Ergebnis soll erst später bekannt gegeben werden. Der Sieger wird für vier Jahre Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde.

Die Palästinenser fürchten angesichts der israelischen Blockaden in den Palästinensergebieten Wahlbehinderungen. Insbesondere im von Israel annektierten Ostteil Jerusalems wird mit Restriktionen gerechnet, obwohl Israel den Wahlen auch dort zugestimmt hat.

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