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04.10.2012

03:44 Uhr

Erstes TV-Duell

Scharfe Debatte um Wirtschaftsthemen

Das erste TV-Duell von US-Präsident Obama und seinem Herausforderer Romney hat begonnen. Viele achten laut "New York Times" nicht auf die Worte, sondern auf die Körpersprache der beiden Kandidaten.

Herausforderer Romney (l) und US-Präsident Obama (r) mit dem Moderator Lehrer (m). Reuters

Herausforderer Romney (l) und US-Präsident Obama (r) mit dem Moderator Lehrer (m).

DenverIm ersten von drei Fernsehduellen haben sich US-Präsident Barack Obama und sein republikanischer Herausforderer Mitt Romney einen Schlagabtausch über Wirtschaftsthemen geliefert. Gut einen Monat vor der Präsidentenwahl gilt das rund 90-minütige Aufeinandertreffen der Kontrahenten vor Live-Kameras und einem geschätzten US-Fernsehpublikum von 60 Millionen Zuschauern vor allem als Chance für Romney, im Rennen um das wichtigste Amt im Staat Boden gut zu machen. Für den in Umfragen zuletzt führenden Amtsinhaber Obama lag die Herausforderung Experten zufolge vor allem darin, seine Spitzenposition nicht durch Fehler zu gefährden.

Am Anfang der Debatte in der Nacht zu Donnerstag (Beginn: 3.00 Uhr MESZ) in Denver, die von dem PBS-Moderator Jim Lehrer geleitet wurde, stand das Thema Arbeitsmarkt. Obama argumentierte, seine Pläne würden zu einem starken Jobwachstum führen. Romney dagegen warf Obama vor, er habe es nicht geschafft, die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen und die Arbeitslosenquote von 8,1 Prozent zu drücken.

"Gouverneur Romney hat eine Denkweise, die lautet, wenn wir Steuern für Reiche senken und Regulierung zurückfahren, dann geht es uns besser. Ich habe eine andere Ansicht", sagte Obama. Romney stellte einen knappen Fünf-Punkte-Wirtschaftsplan vor und warf den Demokraten vor, zu sehr auf staatliche Ausgaben zu setzen. "Der Präsident hat eine ganz ähnliche Sicht wie vor vier Jahren, als er für das Amt antrat", sagte Romney. Obama stehe für höhere Ausgaben, höhere Steuern, mehr Regulierung. "Das ist nicht die richtige Antwort für Amerika."

Beide Politiker stehen unter Druck, mehr Details zu ihren politischen Vorhaben kundzutun, vor allem dazu, wie die weltgrößte Volkswirtschaft wieder zu kräftigen Wachstumsraten kommen soll. Obama lag zuletzt in vielen Umfragen gleich einige Punkte vorn: Bei Reuters/Ipsos mit 47 zu 41 Prozent. Doch einige wenige Erhebungen deuteten auf einen knapperen Vorsprung hin. Romney hatte sich zuletzt deutliche Patzer im Wahlkampf geleistet. Vor allem abfällige Bemerkungen über Empfänger staatlicher Leistungen machten Negativ-Schlagzeilen, aber auch umstrittene Äußerungen über mögliche Schwangerschaften nach einer Vergewaltigung.

Die beiden Politiker stehen sich erneut am 16. Oktober im Bundesstaat New York und am 22. Oktober in Florida gegenüber. Zudem ist ein TV-Duell zwischen Vizepräsident Joe Biden und seinem Herausforderer Paul Ryan am 11. Oktober in Kentucky geplant. Die erste von drei Präsidentschaftsdebatten 2008 verfolgten 52 Millionen der etwa 300 Millionen Amerikaner live im Fernsehen. Gewählt wird am 6. November.

Von

rtr

Kommentare (3)

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itstk

04.10.2012, 04:30 Uhr

Unter

http://www.youtube.com/politics?feature=inp-bp-ype-53

wird die Debatte live übertragen.
Da könnte man sich ja aus erster Hand informieren.

Leider bekommt man hier in Hamburg aber nur eine lapidare Fehlermeldung: "Dieses Video ist nicht verfügbar"

Schon irgendwie eigenartig...

Mollemopp

04.10.2012, 05:22 Uhr

Bin gerade in USA und lache mich schlapp. Da stehst du in einer Cowboy Kneipe und gestandene Männer lassen sich live von Politikern an der Nase herumführen. Als wenn der amerikanische Normalbürger irgendetwas von seinem Präsidenten erwarten kann. Es ist wie in Deutschland. Politiker sind nur für Reiche da.

Account gelöscht!

04.10.2012, 05:22 Uhr

Wurde live bei PHOENIX übertragen.
Sieht wohl nach einem Punktesieg für Romney aus!
Na ja - die Amerikaner haben die Auswahl zwischen 2 Nieten, aber wir sollten nicht jammern darüber!
Haben doch auf höchster Politebene auch nichts Besseres zu bieten!

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