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05.05.2014

12:06 Uhr

Erstmals Fotos veröffentlicht

Ehefrau des chinesischen Regierungschefs im Rampenlicht

Chinesische Medien veröffentlichen erstmals Fotos und den Lebenslauf der Frau von Ministerpräsident Li Keqiang. Offenbar bemüht sich die chinesische Führung, damit das Image Chinas auf international aufzupolieren.

Ministerpräsident  Li Keqiang und seine Frau Cheng Hong. Reuters

Ministerpräsident Li Keqiang und seine Frau Cheng Hong.

PekingChinesische Medien haben erstmals Fotos und den Lebenslauf der Ehefrau von Ministerpräsident Li Keqiang veröffentlicht. Die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, Cheng Hong sei Englischprofessorin und habe mehrere Bücher über amerikanische Literatur ins Chinesische übersetzt. Mit der Veröffentlichung am Sonntag bemüht sich die chinesische Führung offenbar, die Gattin des Ministerpräsidenten mehr ins Rampenlicht zu rücken und damit das Image Chinas auf internationaler Bühne aufzupolieren. Der Schritt ist ungewöhnlich, denn in der Regel lassen führende chinesische Politiker kaum Details über ihr Privatleben in die Öffentlichkeit dringen.

Auch die Ehefrau von Präsident Xi Jinping spielt mittlerweile eine wichtige Rolle in der Außendarstellung der chinesischen Regierung. Die bekannte Sängerin Peng Liyuan begleitet ihren Mann auf Auslandsreisen und gibt sich dabei volksnah. So ließ sie sich etwa beim Trommelspielen in Trinidad und händchenhaltend mit einem Mädchen in Costa Rica fotografieren.

Die deutsch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen

Handelsvolumen

China ist der nach Frankreich und den Niederlanden der größte Handelspartner Deutschlands. 2013 wurden Waren im Wert von mehr als 140 Milliarden Euro ausgetauscht. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) geht davon aus, dass China in etwa zehn Jahren zum Handelspartner Nummer eins aufsteigen wird.

Exporte

Die Exporte nach China summierten sich 2013 auf rund 67 Milliarden Euro. Exportschlager sind Maschinen, Fahrzeuge und chemische Produkte. Für Unternehmen wie Audi ist China bereits der wichtigste Absatzmarkt.

Importe

Die Chinesen schickten 2013 Waren im Wert von gut 73 Milliarden Euro hierher und damit etwa viermal so viel wie 2000. Vor allem Computer, Handys und Elektronik liefert der Exportweltmeister nach Deutschland. Weitere Verkaufsschlager sind Bekleidung und elektrische Ausrüstungen.

Investitionen

Mehr als 26,5 Milliarden Euro haben deutsche Unternehmen bislang in China investiert. Etwa 4000 Firmen sind dort aktiv. Allein 2012 stiegen die deutschen Investitionen in der Volksrepublik um 28,5 Prozent auf 1,45 Milliarden Dollar. Umgekehrt zieht es immer mehr Chinesen nach Deutschland. 98 Unternehmen siedelten sich 2012 hierzulande neu an - China ist damit Auslandsinvestor Nummer drei, nach den USA und der Schweiz. 2000 Unternehmen sind inzwischen hier ansässig.

Cheng Hong soll 56 oder 57 Jahre alt sein. Sie begleitet ihren Mann derzeit auf einer Afrika-Reise. Staatliche Medien berichteten, die beiden hätten sich auf einer Pekinger Elite-Universität kennengelernt. Sie hätten eine Tochter. Bis vor kurzem war es weniger üblich, dass die Frauen hochrangiger chinesischer Politiker in der Öffentlichkeit in Erscheinung traten. Hintergrund sind auch schlechte Erfahrungen mit der vierten Frau des Staatsgründers Mao Tse-Tung, Jiang Qing. Sie spielte ein maßgebliche Rolle bei der chinesischen Kulturrevolution und ist bis heute im Volk sehr umstritten.

Von

rtr

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